AMRA Verlag

DIE SEELE IM JENSEITS [empfohlen von Pavlina Klemm]

Erleuchtung geschieht, wenn von uns nichts als Liebe übrig ist


22,99 €

inkl. MwSt. zzgl. evtl. Versandkosten


Auch lieferbar als eBook:


EPUB-Format

Art.Nr.: A47358
Autor:  Whitley & Anne  Strieber
Whitley & Anne Strieber
Zusätzliche Infos: Vorwort von Dr. Gary E. Schwartz
Umfang: 288 Seiten
Einband: Hardcover mit Leseband
Coverdownload: Link zum Herunterladen

SOFORT ERHÄLTLICH. NOCH NICHT IN ANDEREN SHOPS!

"Dieses Buch ist ein spirituelles Juwel."
- Pavlina Klemm

Die freudige Nachricht von DIE SEELE IM JENSEITS ist, dass es eine Seele gibt und wir nach dem Tod weiterleben. Als Anne Strieber starb, wollte sie dies ihrem geliebten Ehemann Whitley beweisen. Sie tat es, indem sie einem geheimen Plan folgte, den sie in den Neunziger Jahren ausgearbeitet hatten. Der Erste, der stirbt, kontaktiert den anderen zunächst nicht direkt, sondern über Freunde. Keine zwei Stunden nach ihrem Tod nahm Anne mit einer Freundin Verbindung auf, Belle Fuller. Und das ist erst der Anfang dieser wundervollen Geschichte ...

Was Sie hier erfahren, ist so überzeugend, dass der berühmte Jenseitsforscher Dr. GARY SCHWARTZ ein Vorwort für dieses Buch geschrieben hat und es als einen der besten existierenden Beweise für Jenseits-Kommunikation nach dem Tod bezeichnet.

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KANN LIEBE DEN TOD ÜBERDAUERN? Whitley und Anne Strieber beantworten das in ihrem Bericht aus dem Jenseits mit einem entschiedenen Ja. Nach einer Nahtoderfahrung entwickelte Anne einen genialen Kontaktplan, den sie zum Erstaunen ihres Ehemannes nur anderthalb Stunden nach ihrem Tod umsetzte. Was ihr Mann dann erlebte, gehört laut Jenseitsforscher Dr. Gary Schwartz, der das Vorwort schrieb, zu den überzeugendsten Kontakten mit dem Jenseits, die jemals erzählt wurden.

WIE ANNE STRIEBER SAGT: »Die Menschheit ist eine Spezies, in der es eine große Kluft gibt, nicht so sehr zwischen den Geschlechtern, sondern zwischen den Lebenden und denen, die man gewöhnlich als Tote bezeichnet. Das ist nicht natürlich und nicht notwendig. Wir können diese Trennung überwinden. Dazu brauchen wir uns nur der Werkzeuge zur Stärkung unserer Seele zu bedienen: objektive Liebe verstehen und leben, Achtsamkeit aufbringen und mediale Fähigkeiten entwickeln, das sind die Grundlagen.«

IHR MANN WHITLEY STRIEBER zählt zu den ungewöhnlichsten Schriftstellern unserer Zeit. Die Romane »Wolfsbrut« und »Der Kuss des Todes«, beide erfolgreich verfilmt, letzterer mit David Bowie, machten ihn berühmt. In dem Bestseller »Communion«, mit Christopher Walken filmisch umgesetzt, schildert er seine Entführung durch Aliens. »Sturmwarnung« lieferte die Vorlage zu Roland Emmerichs Film »The Day After Tomorrow«, und seine »Alien Hunter«-Romantrilogie wurde 2016 als TV-Serie »Hunters« verfilmt. Fast alle seiner mehr als vierzig Bücher zeigen ihn als Verfechter spiritueller Konzepte.

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Dr. Gary Schwartz: "Außergewöhnlich und inspirierend."

Das Buch befreit den Leser von der Angst vor dem Tod und zeigt, wie geliebte Menschen auch nach der Trennung in Kontakt bleiben können. Es ist ein seelenbefreiendes und seelennährendes Leseerlebnis.

Zuerst schrieb er den Weltbestseller "Communion: Die Besucher".
Jetzt, 30 Jahre später, gibt es "Die Seele im Jenseits".

Der preisgekrönte PEN-Autor Mitch Horowitz sagt: „Es hat sich erwiesen, dass der Glaube an das Leben nach dem Tod im Grunde der Glaube an die Unsterblichkeit der Liebe ist. In seinem neuen Buch gibt Whitley Strieber diesem Prinzip Form, Geschichte und Einsicht, indem er seine fortgesetzte Gemeinschaft mit seiner geliebten Frau Anne in lebendigen, bewegenden und überzeugenden Details wiedergibt. Unsere Generation erlebt gerade eine Renaissance der Jenseits-Literatur. Dies ist ihr Höhepunkt.“

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LOUIS WHITLEY STRIEBER wurde am 13. Juni 1945 in San Antonio, Texas, geboren, wo er bis zu ihrem Tod mit seiner Frau Anne lebte, und zählt zu den ungewöhnlichsten Autoren unserer Zeit. Er schrieb mehr als vierzig Bücher. Bekannt wurde er vor allem durch den Roman "Der Kuss des Todes" (The Hunger), der unter dem Titel "Begierde" mit David Bowie und Catherine Deneuve verfilmt wurde. Später machte er durch seine Behauptung, er sei von außerirdischen Wesen entführt worden, auf sich aufmerksam. Diese Erfahrungen verarbeitete er in seinem Drehbuch zum Film "Die Besucher", dem das Buch "Communion" zugrundeliegt, ein dokumentarischer Bericht über seine Wahrnehmungen und Erlebnisse beim Kontakt mit nichtmenschlichen Wesen. Auch ein anderer seiner Romane, "Wolven", wurde verfilmt. Sein Buch "Sturmwarnung" (mit Art Bell) war die Inspiration für den Film "The Day After Tomorrow". Er verfolgt sehr erfolgreich eine Doppelkarriere als Romanautor und als Verfechter esoterischer und spiritueller Konzepte wie der Existenz jenseitiger Welten und außerirdischen Lebens, denen er durch seine Website und durch seinen Podcast Dreamland breiten Raum gibt.

"Die Toten rufen und rufen, aber wir hören sie nicht." (Whitley Strieber)

ANNE MATTOCKS STRIEBER, geboren am 25. August 1946, war selbst eine renommierte amerikanische Autorin. Unter anderem schrieb sie die sehr erfolgreichen Thriller „An Invisible Woman“ (2004) und „Little Town Lies“ (2005). Bevor sie Schriftstellerin wurde, war sie Lehrerin. Sie heiratete ihren Schriftstellerkollegen Whitley Strieber und hatte mit ihm einen Sohn, Andrew. In der Verfilmung des Buchs „Communion – Die Besucher“ ihres Mannes wurde sie von Lindsay Crouse porträtiert.

"Aus dem kommenden Zeitalter der großen Umwälzungen wird entweder eine neue Menschheit hervorgehen oder keine Menschheit." (Anne Striebers Seele)

INHALT
Vorwort von Gary E. Schwartz
1     Die Neue Revolution
2     Dunkelheit senkt sich herab
3     Ein Lichtblitz
4     »Whitley, ich brauche deine Hilfe«
5     Lachen und Schatten
6     Die Reise der Seelen
7     »Die Lebenden werden die Toten kennen«
8     Eine neue Vision des Lebens
9     Werkzeuge der Seele
10    Erkenne dich selbst
11    Was ist die Seele?
12    Das stärkste Werkzeug der Seele
12    Die Seele als zweiter Körper
13    Ein verborgener Plan?
14    Der weiße Nachtfalter
Anhang 1: Die Liebe, die mich nach Hause führte (von Anne Strieber)
Anhang 2: Die weißen Nachtfalter (von Whitley Strieber)
Danksagung
Über die Autoren

AUS KAPITEL 3: EIN LICHTBLITZ
Ungefähr drei Stunden nach Annes Tod sah ich sie vor meinem inneren Auge. Sie ging auf mich zu. Dabei bewegte sie sich vorsichtig, denn schließlich hatte sie ja ein halbes Jahr lang nicht mehr gehen können. Aber sie war da, und sie ging ganz offensichtlich. Und dank der Gnade und Annes Liebe wurde mir gezeigt, dass sie dazu wieder in der Lage war. Als ich sie anschaute, bemerkte ich, dass ihre Augen sich verändert hatten. Sie zeigten nicht mehr das weiche Leuchten des Lebens, sondern schauten durchdringend und intensiv. Sie waren Augen des Wissens, aber ich entdeckte in ihnen auch ein zufriedenes Funkeln. Anne sah wie eine Siegerin aus, strahlend. Es war, als wäre der wunderbare Glanz des Lebens zu einem großartigen Chor reiner Freude geworden.
Tränen liefen mir über das Gesicht.
Ich glaubte nicht, in dieser Nacht schlafen zu können. Wie denn auch? Die Leere in unserem Bett war entsetzlich. Ich konnte nicht glauben, dass Anne wirklich gestorben war. Doch statt weinend wach zu liegen, wie ich erwartet hatte, fiel ich sofort in einen sehr tiefen Schlaf, wie unter einem Zauberbann.
Dann sah ich sie, immer noch so gekleidet wie in dem Moment, als sie mir entgegen gegangen war. Sie drehte sich zu mir um und winkte. Wo immer sie war, sie bewegte sich aufwärts und entfernte sich von mir, und zwar sehr schnell.
Ich wusste sofort, was ich tun wollte, nämlich sie so weit wie irgend möglich zu begleiten. Ich hatte das "Tibetische Totenbuch" gelesen und ging davon aus, nicht nur aufgrund der Beschreibung der Region zwischen Tod und Leben, die ich dort gefunden hatte, sondern auch meiner eigenen Erfahrungen, dass der erste Teil von Annes Reise verwirrend und unangenehm sein würde. Wenn ich konnte, wollte ich meiner geliebten Frau beistehen und sie beschützen.
Normalerweise kann ich meinen Körper nicht aus eigener Kraft verlassen. Jemand muss mich aktiv herausholen. Doch diesmal gelang mir der Ausstieg leicht und mühelos. Ich glitt in jene Schicht des Lebens hinein, die sich unmittelbar über der physischen Welt befindet.
Wir stiegen rasch hinauf in eine Region, die fast wirkte, als befände sie sich unter Wasser. Gewaltige, schattenhafte Gestalten ragten über uns auf und beobachteten uns wachsam. Dann tauchten wir ein in das wundervollste Licht, das ich jemals sah. Dabei bewegten wir uns immer schneller immer weiter fort. Anne lachte ein wenig angesichts meiner Hartnäckigkeit, aber ich wich nicht von ihrer Seite – bis mich plötzlich die Schnüre stoppten, mit denen die Seele an den Körper gebunden ist. Anne entfernte sich, stieg weiter empor, drehte sich lächelnd zu mir um, und dann verschwand sie.
Im nächsten Moment lag ich wieder allein in unserem Bett.
Ich ließ meiner Trauer freien Lauf und schrie mein gequältes Heulen in das Kissen, um die Nachbarn nicht zu stören. Doch dann schlief ich wieder ein. Es fühlte sich an, als habe jemand mir die Hand auf den Kopf gelegt, Anne. Das geschah mit einer Liebe, wie ich sie nie erfahren hatte, denn sie war größer als die normale, physische Liebe. Es war die ruhige und bedingungslose Liebe, die eine Seele für eine andere Seele empfindet, das, was Anne »objektive Liebe« nennt.
In ihrem Tagebuch auf Unknowncountry.org, in einem Eintrag, den sie mir am 10. Juli 2017 diktierte, sagte sie: »Subjektive, oder sentimentale, Liebe empfinde ich nicht mehr. Ich habe eine Liebesbeziehung zur Wirklichkeit. Ich bin Teil der Freude des Bewusstseins. Ich bin gleichzeitig ich und alles Sein. Objektive Liebe ist die Energie, die das Universum erschuf und die dessen Ausdehnung aufrechterhält. Es ist eine Suche nach Wissen im Gange. Alles möchte ergründet und gewusst werden. Dieser Wunsch ist die objektive Liebe. Sie liebt alles Wissen, nicht nur das, was angenehm und erfreulich ist. Sie liebt und begehrt auch das Dunkle.«
Diese objektive Liebe ist auch der Schlüssel zum Aufbau der Brücke zwischen den Welten. Aber es waren zunächst noch einige Aktionen von Anne notwendig, bis ich endlich begriff und aktiv wurde.
Am folgenden Nachmittag, einem Mittwoch, erhielt ich eine E-Mail einer Freundin aus Florida, der Autorin Trish MacGregor. Trish und ihr Mann und Co-Autor Rob hatten von einem gemeinsamen Freund erfahren, dass Anne gestorben war. Ich antwortete, dass sie friedlich hinübergegangen war. Während Trish meine E-Mail beantwortete, geschah etwas, das sie in ihrem Blog als »unglaublich merkwürdig« beschreibt. Während sie tippte: »Danke für deine Antwort. Wenn wir irgendwie helfen können, lass es uns einfach wissen«, nahm sie plötzlich in ihrem Haus, wie sie schreibt, »einen Lichtblitz und eine laute Explosion« wahr. Zuerst erschraken die beiden heftig, stellten dann aber fest, dass es keine reale Explosion gewesen sein konnte, denn es gab keinerlei Schäden. Mit dem Haus war alles in Ordnung. Die Explosion ereignete sich, als Trish gerade das letzte Wort tippte: »wissen«. In ihrem Blog schreibt sie dazu: »Wir glauben, dass es sich um eine Botschaft von Anne handelte.« Berücksichtigt man alles, was zuvor geschah, halte ich für sehr gut möglich. Aber natürlich fand ich es auch besorgniserregend. War Annes Tode doch schwerer und härter gewesen, als es meinem Eindruck entsprach? War sie wütend oder erschrocken? Unmittelbar nach ihrem Tod hatte sie so friedvoll gewirkt. Vielleicht handelte es sich ja um einen Freudenausbruch angesichts von Trishs Hilfsangebot. So deutete Trish den Vorfall jedenfalls, und auch ich hoffte es, aber ich weiß es bis heute nicht.
Wenn ein so sehr geliebter Mensch stirbt, hinterlässt das immer eine tiefe Wunde. Ob sie aber wirklich tun wollte, was sie tat, ob sie vielleicht, nachdem sie nicht mehr sprechen konnte, doch noch ihre Meinung änderte, ob sie litt, ohne ihr Leiden artikulieren zu können – mit all diesen Zweifeln und Befürchtungen muss ich leben. Als ich von der Explosion erfuhr, musste ich an Annes Temperament denken, ihre Wutausbrüche. Hatte sie diese weiterhin?
Ein wichtiger Teil des Trauerprozesses besteht darin, sich von solchen Zweifeln zu lösen. Das, was geschehen ist, lässt sich nicht ändern. Anne ist in eine neue Wirklichkeit gereist, und ich kann sie nicht zurückholen, jedenfalls nicht so, dass ich sie berühren und in meinen Armen halten könnte. Aber ich kann mit ihr kommunizieren. Also fragte ich sie, warum sie Trish einen solchen Schrecken eingejagt hatte. Sie antwortete: »Weil es Spaß machte.«
Zuerst freute ich mich über diese Antwort. Das war so typisch für Anne.
Aber der Vorfall hatte auch eine ernste Komponente: Es war Anne wichtig, dass Trish aufmerksam wurde und mir ihr Erlebnis mitteilte. Es hatte sicherlich Spaß gemacht, aber sie stellte damit auch sicher, das Trish und ihr Mann sie wirklich bemerkten.
Da erinnerte ich mich an unseren Plan, den wir vor so vielen Jahren geschmiedet hatten. Wer von uns beiden als erster starb, würde zunächst über Freunde Kontakt aufnehmen, nicht direkt.
Ich dachte: »Mein Gott, sie setzt den Plan in die Tat um!«
Zwar kann ich keinen genauen Zeitpunkt oder einen besonderen Vorfall nennen, ab wann mein Erstaunen der festen Annahme wich, dass Anne tatsächlich weiterhin in meinem Leben präsent war, aber jedenfalls begann ich in dieser Phase intensiver über ihre Mission nachzudenken. Sie versuchte nicht einfach nur mich zu kontaktieren, um mir persönlich etwas Gutes zu tun. Es gab einen anderen Grund. Es wurde klar, dass sie es sich zur Aufgabe gemacht hatte, Die Seele im Jenseits voranzutreiben, und wie es immer schon ihre Art gewesen war, brachte sie ihre Absichten klar und deutlich zum Ausdruck.
Sie fuhr fort, ihre Existenz zu beweisen, indem sie gezielt andere Menschen kontaktierte. Ich hatte nicht nur niemandem von unserem Plan erzählt, sondern auch selbst jahrelang nicht mehr an ihn gedacht. Jetzt aber wurde mir klar, was sie tat.
Am Morgen nach Annes Tod wachte um sechs Uhr Alex Rotaru plötzlich auf, ein mit uns befreundeter Filmemacher. So früh wach zu werden war für ihn ungewöhnlich. Sofort spürte er Annes Anwesenheit. Sie sagte: »Ich habe eine Menge Ideen.« Im nächsten Moment offenbarte sich ihm die Schlusssequenz eines Films, an dessen Fertigstellung er seit zwei Jahren arbeitete. In ihrem bisherigen Leben hatte Anne Anteil daran genommen, dass er mit seinem Projekt feststeckte. Sie hätte ihm gerne geholfen. Jetzt, in ihrem nächsten Leben, übermittelte sie ihm, was er brauchte.
Annes nächste Kontaktaufnahme war es dann, die mich endgültig davon überzeugte, dass sie unseren Plan ausführte.
Es wurde Zeit, dass ich das Haus verließ und wieder etwas unternahm. Daher schlugen meine Kinder eine gemeinsame Fahrt nach Palm Springs vor. Dort in der Wüste hatten Anne und ich viele schöne Wochenenden verbracht. Ich würde einen Ausflug an einen Ort unternehmen, den wir beide sehr gemocht hatten.
An unserem ersten Nachmittag dort fuhren wir aus der kleinen Stadt hinaus in die Berge. Meine Kinder beschlossen, eine Wanderung zu unternehmen. Ich konnte sie nicht begleiten, weil mein Knie einer solchen Belastung nicht gewachsen war. Also setzte ich mich auf eine Bank.
Ich redete innerlich mit Anne und bat sie wieder einmal um ein Zeichen, dass sie noch existierte. Nur Sekunden später klingelte mein Handy. Obwohl ich mich an einem ziemlich abgelegenen Ort befand, war der Empfang ziemlich gut. Die Anruferin war eine gute Freundin aus Nashville, Clare Henry, die Frau des Autors William Henry. Sie sagte: »Whitley, ich habe gerade eine Botschaft von Anne empfangen. Sie bat mich, dich anzurufen und dir zu sagen, dass es ihr gutgeht.«
Da spürte ich Gewissheit. Das konnte kein Zufall sein. Der Anruf kann nicht nur zum perfekten Zeitpunkt, es war zudem überhaupt das erste Mal, dass Clare mich anrief. Für mich hatte Anne damit hinreichend bewiesen, dass sie noch da war. Sie existierte nicht nur, sie war bewusst und nahm wahr, was in meinem Bewusstsein vorging. Und sie verfügte nun offenbar über neue Kommunikationsfähigkeiten.
Jetzt gerade fühlt es sich für mich an, als würden wir nebeneinandersitzen, so wie wir es taten, wenn wir zusammen arbeiteten. Sie sagt: »Ich habe jetzt etwas anderes zu bieten. Eine akkurate Sicht der Wirklichkeit.«
Und gewiss ist es das, was unsere Spezies in dieser Krisenzeit dringend braucht. Sie fügt hinzu: »Denke aber daran, dass es trotzdem auch für uns Grenzen gibt. Die Zukunft ist kein offenes Buch für uns, aber völlig unbekannt ist sie uns auch nicht. Wir sehen klarer, weil wir den Unterschied zwischen dem Unvermeidlichen, dem Wahrscheinlichen, dem Möglichen und dem Unmöglichen kennen. Wir stellen keine Mutmaßungen an.«
Solche Einsichten werden gegenüber dem, was wir auf der physischen Seite der Spezies heute zur Verfügung haben, ein großer Fortschritt sein. Doch was die Kommunikation zwischen den beiden Seiten betrifft, sind Objektivität und reproduzierbare Resultate erforderlich, denn sonst wird das alles in Verwirrung und Phantastereien enden. Anne sagt: »Zahlen sind entscheidend. Viele von euch müssen in die Lage versetzt werden, die Brücke zu überqueren, damit wir in großer Zahl übereinstimmende, überprüfbare Informationen liefern können.« Und wir sollten darauf achten, dass eine permanente Zusammenarbeit aufgebaut wird. Ich stelle mir eine Situation vor, in der viele Menschen auf organisierte Weise mit ihren geliebten Angehörigen auf der anderen Seite in Austausch stehen. Auf diese Weise lassen sich gemeinsame Zukunftsvorstellungen entwickeln, die umfassend genug sind, um auf ihrer Grundlage konkrete Maßnahmen zu beschließen.
Noch mehr besteht das Ziel dieser neuen Beziehung mit dem Jenseits darin, das Dasein der Seelen auf beiden Seiten reicher und erfüllter zu machen. Denn darum geht es im Leben. Es geht um die Seele. Und um das Universum, das Ganze.
Während wir unsere Brücken bauen und danach streben, unserer Spezies Ganzheit zu bringen, müssen wir verstehen, was Glaube und somit durchaus hinterfragbar ist, und was solides Wissen, das als Entscheidungsgrundlage dienen kann.
Alle diese Vorfälle – Belles Anruf, gefolgt von Clares, Trishs und Robs Erlebnissen und Alex‘ Traum – veranlassten mich, meine zentrale Frage, ob Annes Bewusstsein noch existierte, nicht mehr als Spekulation, sondern als Möglichkeit einzustufen. Aber wusste ich es? War meine Erwartung, dass Anne weiterhin existierte, jetzt Wissen, wenigstens für mich?
Ich entschied, dass ich versuchen würde, weitere beweiskräftige Vorfälle zu sammeln. Wozu Anne sagte: »«Gut, aber halte dich nicht zu sehr damit auf.«
Besonders schwer an der Kommunikation mit den Toten fällt, daran zu glauben, dass sie wirklich real ist. Das liegt daran, dass wir die Realität anhand von physischen Merkmalen definieren, und die fehlen bei dieser Form der Kommunikation völlig. Deshalb wünschen wir uns Zeichen, so viele wie möglich.
Da bin ich nicht anders. Wenn ein Zeichen erscheint, suche ich schon nach dem nächsten. 45 Jahre lang hatten Anne und ich uns in ständiger Kommunikation befunden, miteinander redend, einander berührend, uns liebend. Wir haben in jeder Hinsicht physisch zusammengelebt. Und es vergeht kein Tag, an dem mein Körper nicht aufs Neue über ihre Abwesenheit erschrickt. Und doch weiß mein Geist, dass sie da ist. Hier bei mir, in diesem Moment. Ich höre, wie sie mit mir spricht, sehe immer wieder unterschiedliche Manifestationen, erhalte so viele überzeugende, übereinstimmende Berichte von so vielen Personen, dass sie für mich als persönliches Wissen überzeugend sind. Um universell gültiges Wissen handelt es sich gewiss nicht, aber auf persönlicher Ebene genügt es mir. (...)

AUS KAPITEL 5: LACHEN UND SCHATTEN
Heute, zwei Jahre nach Annes Tod, schaue ich, während ich schreibe, auf ein Foto von ihr. Ich bin immer noch ihr Mann, und zwar nicht nur in meinen Erinnerungen und Träumen. Wir sind nicht das einzige Ehepaar, für das »bis dass der Tod euch scheidet« keine Bedeutung mehr hat. Ganz still und leise, verborgen vor der Verachtung und dem Unglauben jener Leute, die sich an die alte, sterbende Realität klammern, wird gegenwärtig eine neue Realität geboren, und in deren Mittelpunkt stehen reiche, erfüllte Beziehungen zwischen den Lebenden und jenen, die wir die Toten nennen.
Menschen wie Anne bauen diese neue Menschheit auf, schmieden ein neues Band zwischen Diesseits und Jenseits. Grundlage dafür ist ein klareres Verständnis, was Leben und Tod wirklich sind. Unsere Wissenschaftler und Intellektuellen, zum größten Teil ganz der alten, säkularen Ideologie verhaftet und der kulturellen Macht, die sie ihnen verleiht, verachten die Vorstellung, die Toten könnte in irgendeiner Form weiterexistieren.
Anne sagt: »Wir sind nicht tot. Das muss dann wohl jemand anderes sein.« Sie werden ihre Revolution auf jeden Fall voranbringen, ganz gleich, was wir laut den Priestern von Intellekt und Labor glauben sollen. Die »Toten« werden sich davon nicht stoppen lassen, denn sie wissen, dass sie uns die Wahrheit bringen. Wir brauchen diese Wahrheit, und zwar dringend. Auch das wissen sie.
Seit den ersten großen Entdeckungen im fünfzehnten und sechzehnten Jahrhundert hat die Wissenschaft sich auf das konzentriert, was sich physikalisch nachweisen und messen lässt, also alles von Mineralien bis zu Mikrowellen. Sie bezeichnet das Bewusstsein als »schwieriges Problem«, hofft aber, nachweisen zu können, dass das Bewusstsein im Gehirn sitzt und daher mit dem Körper stirbt.
Jedes Mal wenn ich Anne frage, wo sie ist, antwortet sie: »Ich bin hier.« Hake ich nach, sagt sie: »Hier, wo du bist.«
Das »Hier« muss also mehr sein als das, was ich sehen, hören, schmecken und berühren kann. Aber was wäre das? Diese Welt ist voll von Radiowellen, die wir nicht wahrnehmen können, unsichtbaren Lichtfrequenzen, Tönen, die zu hoch oder niedrig sind, um von unseren Ohren erfasst zu werden, Gerüchen, für die unsere Nase nicht fein genug sind – in Wirklichkeit ist die Welt also voll von Energien, die unseren Sinnen entgehen.
Doch alle hier erwähnten Phänomene lassen sich mit wissenschaftlichen Instrumenten nachweisen und messen. Anne sagt jetzt in diesem Moment zu mir, dass sie hier ist. Aber ich kenne kein Messinstrument, mit dem sich ihre Anwesenheit feststellen ließe.
Mein Bewusstsein kann sie hören. Oft ist das, was sie zu mir sagt, so spontan und originell, dass ich unmöglich glauben kann, ich hätte mir diese Kommunikation nur eingebildet. Doch selbst jene, die mit dem Nicht-Physischen in Kontakt stehen, haben keine materiellen Beweise, nicht einmal uns selbst können wir es beweisen. Im Allgemeinen gibt es für uns Zeichen von der Art, wie ich sie in diesem Buch beschrieben habe. Diese sind manchmal ziemlich verblüffend, meistens eher kryptisch. Und da ist die innere Stimme des geliebten Menschen, bei der jedoch nie völlig klar ist, ob sie nicht doch von unserem eigenen Bewusstsein erzeugt wird.
Aber während ich diese Zeilen schreibe, geschieht etwas – oder erreicht gerade seinen Höhepunkt. Es ist erstaunlich und zutiefst befreiend. Meine Lebenssituation hat sich dadurch grundlegend verändert.
So unglaublich es klingen mag, Anne hat etwas vollbracht, was für mich auf der persönlichen Ebene der endgültige Beweis ist. Sie hat etwas getan, was den Kern unserer Beziehung betrifft und zugleich die tiefste Bedeutung von Tod, Sterben und Weiterleben erforscht. Ich werde diesem Geschehen das letzte Kapitel dieses Buches widmen. Für den Moment möchte ich Sie wissen lassen, dass sich von dem Moment, als es geschah, das ist erst ein paar Tage her, mein Standpunkt verändert hat. Ich fühle jetzt die Gewissheit, dass Anne immer noch existiert, und damit, das muss ich nun als gesichert annehmen, sind all die unzähligen Toten weiter real, jedoch auf eine Weise, die wir noch kaum verstanden haben.
Und doch: Meine angeborene Skepsis stellt hartnäckig weiter Fragen. Wenn die Toten so real sind, wie sie mir nun erscheinen, warum können sie uns dann nicht sagen, was der amerikanische Präsident gerade tut, auf welchen Planeten außerirdische Spezies leben, wann wir sterben?
Anne antwortet: »Du siehst die Welt durch einen schmalen Schlitz.«
Für einen Moment verblüffen mich ihre Worte. Aber dann denke ich: Ja, genau so ist es.
Aber warum tun wir das? Diese verengte Sicht ist doch ein großer Nachteil.
»Können wir mehr sehen?«
»Bei manchen medial begabten Menschen ist das schon der Fall. Aber alle Menschen sollten diese Fähigkeit entwickeln.«
»Weil unsere Welt sich verändert?«
»Genau. Das ist das Erste, was du erkennst, wenn du hierher kommst. Dann wird dir klar, dass ihr uns nicht hören könnt, wie laut wir auch rufen. Das liegt daran, dass wir weniger dicht sind und uns schneller bewegen. Wir können euch sehen und hören, aber ihr könnt uns nicht wahrnehmen.«
»Ich nehme dich doch wahr.«
»Aber wie gut? Gerade im Moment küsse ich dich, aber du kannst es nicht spüren.«
Wie sehr ich mir wünsche, es zu können!

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