Spirit im Gepäck

Delfine, Wale und Sternenwesen - Leben in der Neuen Zeit


16,95 €

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Auch lieferbar als eBook:


EPUB-Format

Art.Nr.: A37391
Autor: Lisa  Biritz
Lisa Biritz
Jeanne  Ruland
Jeanne Ruland

Zusätzliche Infos: Vorwort von Jeanne Ruland, großer Farbteil mit Walen & Delfinen!
Umfang: 200 Seiten
Einband: Hardcover mit Leseband
Coverdownload: Link zum Herunterladen

Mit farbiger Fotostrecke Delfine & Wale!
Vorwort von Jeanne Ruland

Eine gebildete und erfolgreiche moderne Frau entdeckt, dass sich ihr Leben wundervoll entfaltet mit Hilfe und Unterstützung – nicht etwa der Gesellschaft, ihrer Familie oder ihres Arbeitgebers – sondern der Erde selbst. Obwohl ihre Logik anderes sagt, überlässt sie sich der Führung Spirits und geht auf eine Reise um die ganze Welt, um Antworten zu finden, die sich heute die meisten Menschen stellen – auf der Suche nach einer neuen Lebensart in diesen schnellen und sich wandelnden Zeiten ...

»Als ich dreißig Jahre alt bin – und eine Menge Erfahrungen mit Arbeitgebern gemacht habe – komme ich zu dem Schluss, dass mein einziger Chef auf diesem Planeten die Erde selbst ist … Ich tue, was sie mir sagt. Ihre Führung ist die einzige, der ich folge.«

Ein berührendes, traumhaftes Buch, das Ihrer Seele Flügel verleihen wird.


»Lisa ist eine Regenbogen-Brückenbauerin, die uns in ihrem Spirit-Gepäck mitnimmt in andere Frequenzen und Dimensionen.«
                         – Aus dem Vorwort von Jeanne Ruland

Auch als Hörbuch erhältlich!

Und hier noch ein Beitrag über LISA BIRITZ, den der ORF am 30. Mai 2017 in der Sendung "Heute leben" ausgestrahlt hat:

Hier ein Auftritt von LISA BIRITZ in Teil 3 ("Healing") der 4-teiligen Web-Dokumentarserie "The Search" des brasilianischen Regisseurs José Camaranos über die Suche nach Spiritualität in der modernen Welt - auf Englisch:


INHALT

Vorwort von Jeanne Ruland

1 Das Öffnen
2 Das Glücksministerium
3 Kraft der Liebe
4 Sternenfamilie
5 Die unsichtbare Welt und Orbs
6 Schamanismus
7 Neuer Schamanismus
8 Delfine und Wale
9 Spirit-Linien
10 Ahnen – Sieben Generationen
11 Tod und Wiedergeburt
12 Rückführungen – Erinnerungen an vergangene Leben
13 Bardo Thödol – Das Tibetische Totenbuch
14 Quantenphysik über Wiedergeburt
15 Medizinrad und Lebensaufgabe
16 Reisen
17 Hawaii – Lemuria
18 Werte des Lebens
19 Die Rückkehr des Regenbogens
20 Delfinmagie
21 Pele – Vulkan
22 Wassergießen
23 Tiermedizin
24 Scheidewege
25 Sternenwesen
26 Starseeds
27 Wir alle kommen von den Sternen
28 Walmagie
29 Koyaanisqatsi – Verrückte Welt
30 Seelenrückholung
31 Frauen und Männer im Gleichgewicht – die Welt im Gleichgewicht
32 Begeisterung fürs Leben
33 Schwimmen mit den ganz großen Walen
34 Träumen
35 Kinder der Neuen Zeit

Die Autorin über sich



VORWORT VON JEANNE RULAND

Lisa ist ein Mensch, der Welten miteinander verbindet, weil sie diese in sich vereint. Sie hat amerikanische, österreichische und holländische Wurzeln. Sie liebt die Berge und das Meer. Sie reist und ist doch beständig in ihrer Art. Sie ist ein Mensch, der authentisch lebt, was er schreibt. Und sie hat auf ihrem Lebensweg viel Wissen gesammelt, das sie nun einfühlsam mit uns teilt. Sie ist eine Regenbogen-Brückenbauerin, die uns in ihrem »Spirit-Gepäck« mitnimmt in andere Frequenzen und Dimensionen.
Ich begegnete Lisa das erste Mal auf Hawaii zum Schwimmen mit wilden Delfinen. Ihre kraftvolle, kompetente, freie und zugleich so natürliche Art, Menschen mit dem Spirit der Delfine und Wale zu verbinden, beeindruckte mich sehr – und ich spürte, wie sich im Kontakt mit den Delfinen mein Bewusstsein veränderte. Ich wechselte in eine spielerisch fließende, multidimensionale Wirklichkeit, die mich nicht mehr verließ.
Wenn wir mit Delfinen schwimmen und tauchen, sind wir gebadet in Töne und Klänge, die uns erfüllen, aufladen, erheben, tragen und öffnen. Wir sind eingebettet in eine ewige, zeitlose, schwerelose, klingende und tönende Essenz, der unser wahres Wesen entstammt. Und wenn wir uns für diese Essenz öffnen, können wir im Einklang mit der Erde, den Sternen und dem gesamten Universum leben. Dann setzt der Flow ein, und wir werden leicht und spielerisch auf einer Welle der Liebe getragen.
Mit dieser frei fließenden Liebesenergie können wir in unserem täglichen Leben kreative und ungewöhnliche Lösungen finden. Wir können in das Mysterium des Lebens eintauchen und unser Leben schöpferisch und freudvoll gestalten.
Ich freue mich, dass dieses wunderbare Buch jetzt das Licht der Welt erblickt. Die Erkenntnisse, die darin zu uns kommen, sind lange vorbereitet, und es hat die Kraft, Menschen zu inspirieren und sie an die liebende, lebendige Stimme der Schöpfung zu erinnern, die uns alle auf einzigartige Weise führt, trägt, nährt und anleitet. Es wird gewiss viele Menschen in ihrer Seele tief berühren.
Möge dieses Buch allen, die es in Händen halten, den größten Segen bringen. Möge es ein kraftvoller Wegbereiter in die Neue Zeit sein. Möge es uns erheben und inspirieren zu einem ozeanischen Bewusstsein, das allen fühlenden Wesen nichts als Frieden und Freiheit beschert. Möge alles darin Miterschaffene seine machtvolle Wirkung entfalten – in Liebe und Harmonie – zum Seelenheil von allem und jedem – jederzeit.
Aloha mahalo für dein wundervolles und heilkräftiges Wirken, Lisa. Du ermutigst uns, unserem einzigartigen Weg auf der Erde vertrauensvoll zu folgen. Lassen wir uns von deinem Wissen und deinen Erfahrungen in eine umfassende Sicht der Wirklichkeit tragen, in eine lebendige Verbindung mit der gesamten Schöpfung.
Aloha nui loa. Schön, dass es dich gibt, Lisa. Danke, dass du uns teilhaben lässt.
In Liebe und Verbundenheit
Jeanne Ruland

KAPITEL 1: DAS ÖFFNEN

Ozeane, die beinahe Dreiviertel der Oberfläche unseres blauen Planeten bedecken. Delfine, die auf den Wellen springen und tanzen. Gigantische sanftmütige Wale, die in die Tiefe tauchen. Tausende winziger gelber Fische, die sich zu einem eigenständigen Wesen zusammenschließen. Leuchtend orangefarbene und rote Korallen – das Zuhause von Millionen von Lebewesen.
Bergbäche voller Regenbogenforellen und rosafarbenen Kieseln. Klares, kühles Wasser, das in die Tiefe rauscht. Riesige Eichen und Kiefern, in der Luft der Duft von Lebenskraft. Reine, frische Luft. Der Schrei eines Falken, so hoch am Himmel, dass er unsichtbar ist. Ein Reh erscheint und äst, große Ohren und dunkle Augen lauschen und beobachten aufmerksam.

Als ich dreißig Jahre alt bin – und eine Menge Erfahrungen mit Arbeitgebern gemacht habe –, komme ich zu dem Schluss, dass mein einziger Chef auf diesem Planeten die Erde selbst ist. Die Erde schenkt mir ein Zuhause, Nahrung und Kleidung. Ich spreche mit ihr, stelle ihr Fragen. Und sie antwortet. Manchmal spricht sie auch mit mir, ohne dass ich sie darum gebeten hätte. Ich tue, was sie mir sagt. Ihre Führung ist die einzige, der ich folge.
Das Universum hat Himmel und Erde erschaffen, nicht Himmel und Hölle.

Bäume, so hoch wie Gebäude, üppige grüne Blätterdächer. Affen brüllen und springen durch die Zweige. Schillernde Schmetterlinge, so groß wie meine Hand. Heiße, feuchte Luft. Blumen und Pflanzen aller Formen, Farben und Duftrichtungen. Purpurfarbene Frösche, die im Dunkeln leuchten.
Dörfer und Städte mit Rathausplätzen und Statuen aus lange vergangenen Tagen. Märkte voller Menschen aus aller Welt, die anpreisen und kaufen, reden und begutachten. Handgefertigte Kleider und Stoffe. Tische voller Obst und Gemüse. Lachende, herumrennende Kinder.
Er ist ein solches Wunder, dieser Planet. All diese Schönheit.

Abgesehen von der Erde spreche ich auch zu anderen Geschöpfen: Engeln, Tierhelfern, Elfen und Naturwesenheiten, Spirits, der Sternenfamilie und spirituellen Lehrern. Nicht zu vergessen: die Delfine und Wale. Mit all ihnen zu kommunizieren ist mir mittlerweile zur selbstverständlichen Gewohnheit geworden.
Auch in meiner Kindheit ist all das vollkommen natürlich. Aber da ich in einem Umfeld aufwachse, in dem mein Verhalten nicht gefördert wird, verliere ich meine Fähigkeiten für ein Jahrzehnt. Sie kehren erst zurück, als ich Anfang zwanzig bin. Das ist der Augenblick, in dem das Öffnen – oder sollte ich sagen: das Wieder-Öffnen – beginnt.

Ich bezeichne diese Ereignisse als »Öffnen«, weil sie genau das sind: ein Aufmachen für das, was das Auge nicht sehen kann. Ein Sich-Öffnen für die unsichtbare Welt.
Die sichtbare Welt besteht aus dem, was wir sehen können: Steine, Pflanzen, Tiere, Menschen und allem, was die Menschen auf der Erde erschaffen haben. Die unsichtbare Welt ist das, was dahinter fließt und pulsiert, die Seele von allem. Sie ist der Grund dafür, dass es das Leben, das wir kennen, geben kann – wir kommen aus ihr, wenn wir geboren werden, und wir kehren in sie zurück, wenn wir sterben. In der hawaiianischen Huna-Tradition wird diese Lebenskraft mana genannt, die indischen Yogis bezeichnen diese Energie als prana. Teil von ihr sind auch viele Geschöpfe und Spirits, die für uns da sind, um uns zu helfen und auf unserem Weg zu führen. Das ist schon seit Urzeiten ihre Aufgabe.

Mein erstes Erwachen ereignet sich, während ich zwei Wochen lang einem Auftrag für die Frauenzeitschrift marie claire in Namibia nachgehe. Ich betreibe Nachforschungen darüber, wie sich die Beziehung zwischen Weißen und Farbigen verändert hat, seit das Land 1990 seine Unabhängigkeit von Südafrika erlangte. Begleitet werde ich von einem Fotografen, der selbst ein weißer Südafrikaner ist. Während unseres langen Hinflugs erzählt er mir seine Geschichte: wie er mit achtzehn Jahren in der Armee gegen die namibischen Freiheitskämpfer ficht. Nach nur kurzer Zeit wird er von einem Blitz getroffen – und überlebt. Diese Erfahrung erleuchtet ihn buchstäblich. Sie macht ihm bewusst, was er da eigentlich tut: kämpfen in einem unmenschlichen Krieg. Ihm wird bewusst, wie verrückt Kriege gleich welcher Art sind. Nach seiner Genesung zieht er nach Europa, wo er Fotograf und Filmemacher wird.

Wir reisen durch das ganze Land, fahren unendlich viele Meilen, besuchen zahlreiche Menschen und Orte. Ich bin fasziniert von der Weite des Landes. Manchmal halten wir mitten im Nirgendwo an. Wir steigen aus dem Wagen, Stille in der Wüste. In der Ferne ein einsamer, großer Baum – oder ist es eine Giraffe? Flimmernde Hitze. Das Nichts.
Nach einer Woche vergesse ich, meinen Hut aufzusetzen. Wir befinden uns in einem Wildreservat und wohnen in luxuriösen Zelten mit Teppichen und Betten. Am Abend habe ich hohes Fieber: ein schwerer Sonnenstich. Ich erbreche mein Abendessen und schaffe es mit Hilfe des Fotografen gerade so, wieder in mein Zelt zu kommen. Er verabreicht mir Elektrolyte und wartet, bis ich genug Flüssigkeit zu mir genommen habe, ehe er mich die Nacht über allein lässt.

Ich bin im Delirium. Ich höre Geräusche vor dem Zelt, Tiere. Erschöpft schlafe ich ein.
Zitternd erwache ich. Ich sehe eine Antilope, die in meinem Zelt steht. Ich weiß, dass sie nicht real sein kann, weil ich sehe, dass die Zeltklappen geschlossen sind. Trotzdem ist sie da. Ich nehme mein Wasserglas in die Hand, um sicherzugehen, dass ich nicht träume. Ich träume nicht, ich kann trinken. Ich sehe die Antilope. Sie starrt mich ganz ruhig an. Sie ist wunderschön. Ich fühle, wie sich ein warmes, angenehmes Kribbeln in meinem ganzen Körper ausbreitet, während sie mich beobachtet.
Plötzlich verändert die Antilope ihre Form und verwandelt sich in einen winzigen alten Mann. Bis auf einen kleinen Lendenschurz ist er nackt. Er sieht uralt aus und muss mindestens einen Kopf kleiner sein als ich. Er lächelt freundlich. Dann kommt er zu mir herüber und reibt, massiert und hält meinen Kopf vorsichtig etwa eine Minute lang. Er geht.
Ich falle in tiefen Schlaf.

Am nächsten Morgen wache ich mit Kopfschmerzen auf. Das Fieber ist weg. Es ist Mittagszeit, ich gehe ins Esszimmer. Ich treffe den Fotografen. Er ist überrascht, dass ich schon wieder auf den Beinen bin. Ich erkläre ihm, dass ich mich gut fühle, und füge scherzhaft hinzu, dass ich geträumt hätte, von einer Antilope geheilt worden zu sein, die sich in einen kleinen alten Mann verwandelte. Der Fotograf wirft mir einen eindringlichen Blick zu und bittet mich, ihm zu erzählen, was passiert ist. »Das klingt so, als hätte dir ein Geist der Buschmänner geholfen. Oder ein Buschmann«, sagt er.
Er erklärt mir, dass die Buschmänner die Ureinwohner der Länder im Süden Afrikas seien und in Stammesverbänden in der Wüste leben. »Sie sind die Einzigen, die hier ohne technologische Hilfe überleben können. Sie praktizieren ihren eigenen Schamanismus.« Ich habe dieses Wort noch nie zuvor gehört und sehe den Fotografen fragend an. »Sie können mit dem Energiefluss der Natur und des Universums heilen«, erläutert er.
Ich bin fasziniert von der Vorstellung, dass alles eins ist, zusammenhängt. Dass wir alle Funken desselben Lichts, derselben Quelle sind, der Quelle, die die Menschen Gott nennen. Dass es Heiler gibt, die die Gestalt von Tieren annehmen können – so wie sich der Buschmann möglicherweise in eine Antilope verwandelte und kam, um mir zu helfen, damit ich mich schnell erhole und weitere Nachforschungen für meinen Artikel betreiben kann.
Ich frage den Fotografen, woher er all das weiß. Er erzählt mir, dass er etwas Ähnliches erlebt hat, nachdem er vom Blitz getroffen wurde: »Ich bin überzeugt, dass mir die Buschmänner oder die Geister der Buschmänner das Leben gerettet haben. Danach fing ich an, mehr über ihre Lebensweise herauszufinden. Dabei habe ich entdeckt, was wirklich in mir steckt. Ich habe mein wahres Sein kennengelernt. Weißt du«, er sieht mich unverwandt an, »du bist mehr als nur dein Aussehen, dein Geschlecht und das Ergebnis deiner Erziehung. Es geht auch um das, wozu du berufen bist. Um den Grund, aus dem du hier bist. Um deine einzigartige, einmalige kosmische Blaupause.«

Wir haben nur noch ein paar Tage Zeit und arbeiten weiter an unserem Auftrag. Eines Tages begegnen wir in einem Restaurant einem Anhalter. Wir nehmen ihn mit in die nächste größere Stadt, die mehrere Stunden weit entfernt liegt. Er ist Australier, strahlt vor Zufriedenheit, sieht gut aus und ist etwa in meinem Alter – ich bin damals dreiundzwanzig. Er erzählt, dass er gleich nach dem Studium aufgebrochen und seit über einem Jahr auf Reisen ist. Er will die Welt sehen, ehe er nach Hause zurückkehrt und sich einen Job sucht.
Ich genieße seine Anwesenheit, sein freundliches und entspanntes Auftreten. Es ist interessant, mit ihm zu reden und ihm zuzuhören. Ich merke, dass ich selbst gern eine Rucksackreise um die Welt machen würde.

Nach meiner Rückkehr kriege ich diesen Gedanken nicht mehr aus meinem Kopf. Obwohl ich einen tollen Job als Redakteurin bei der marie claire habe und mir eine vielversprechende Karriere winkt, ist das Fernweh stärker. Also beschließe ich, zu kündigen und es einfach zu wagen: eine Reise mit einem Rucksack um die Welt. Ich war immer eine gute Schülerin, fing mit siebzehn an zu studieren, habe magna cum laude als Zweitbeste in einem Jahrgang von fünfhundert Studenten graduiert, war Chefredakteurin der Universitätszeitung. Ich bin überzeugt, dass ich wieder einen Job finden werde, wenn ich von meiner Weltreise zurückkehre.
Sechs Monate später habe ich so viel Geld gespart, dass es für ein Jahr reichen müsste, wenn ich mit Backpacker-Budget reise. Ich verkaufe fast alles, was ich besitze, und kündige alle meine Versicherungen, sogar meine Krankenversicherung. Ich will frei wie ein Vogel sein und einfach eine Weile lang durchs Leben fliegen. Ohne Verantwortung, ohne Bedingungen.
Ich beschließe, in Asien anzufangen, im Himalajagebirge. Von da aus werde ich um die ganze Welt reisen. Mein erster Stopp ist also Bhutan, wo mein zweites Öffnen passiert.

KAPITEL 8: WALE UND DELFINE

Meine erste Begegnung mit Delfinen findet in Florida statt, als ich ein Teenager bin. Wir besuchen dort Freunde meiner Eltern. Sie besitzen ein kleines Segelboot. Eines Nachmittags, als wir aufs Meer gesegelt sind, tauchen plötzlich aus dem Nichts einige Delfine auf. Ich bin glücklich. Man kann nicht anders, als Delfine zu lieben. Sie bringen jeden zum Lächeln.
Die Delfine bleiben eine Weile lang bei uns und schwimmen neben uns her. Sie sind so nahe, dass ich ihr Schnattern und Pfeifen hören kann, ihr kräftiges Ausatmen und wie das Wasser aus ihren Blaslöchern spritzt. In ihren Augen erkenne ich die Intelligenz, mit der sie uns mustern, genauso wie bei uns Menschen. Das erstaunt mich am allermeisten. Sie nehmen uns regelrecht unter die Lupe.
Ich könnte den Arm ausstrecken und sie mit meiner Hand berühren. Aber ich tue es nicht, ich spüre, dass das ein Übergriff wäre. Dass ich sie nur berühren darf, wenn sie den ersten Schritt tun. Am liebsten würde ich ins Wasser springen und wie in der Fernsehserie Flipper mit ihnen schwimmen, aber nie im Leben wäre ich darauf gekommen, dass ich das tatsächlich tun könnte.

Sechs Jahre später bin ich auf dem Heimweg von meiner einjährigen Rucksackreise um die Welt. Mein letzter Halt sind die Kanarischen Inseln vor der nordafrikanischen Küste. Ich werde dort zum ersten Mal mit Delfinen schwimmen. In Indien und Thailand habe ich sie mehrfach gesehen, auf Bali bin ich sogar einem Buckelwal begegnet. Jedes Mal spüre ich, dass ich ihnen näher komme, sowohl energetisch als auch körperlich.
Dann höre ich jemanden erzählen, dass es wahrhaftig möglich ist, in freier Natur mit ihnen zu schwimmen. Ich weiß, dass ich bereit bin. Die Delfine haben sich mir auch in meinen Träumen regelmäßig gezeigt: Ich bin umgeben von einem oder mehreren Delfinen; gemeinsam schwimmen und gleiten wir dahin. Die Träume sind immer wunderschön, voller Liebe. Ich erwache daraus mit einem Gefühl der Erfülltheit und Glückseligkeit.
Mittlerweile habe ich das universelle Gesetz der Anziehung kennengelernt. Dass Ereignisse zu einem kommen, wenn man sie einlädt und offen für sie ist. Wissenschaftlich wird dieses Phänomen als Resonanz bezeichnet, als die verschiedenen Dingen oder Menschen innewohnende Fähigkeit, in Harmonie miteinander zu schwingen und einander anzuziehen.
Ich werde der Person begegnen, die mir zeigen kann, wie man mit den Delfinen schwimmt. Ich will nicht mit in Gefangenschaft lebenden Delfinen schwimmen – sie sollen frei sein und zu mir kommen, weil sie es wirklich möchten.

Es dauert nicht lange, bis ich in Thailand eine Frau treffe, die mir den entscheidenden Impuls gibt. Sie erzählt mir von einer schamanischen Heilerin, die es Menschen ermöglicht, mit Delfinen zu schwimmen. Ich weiß instinktiv, dass sie genau die Richtige ist. Sie wird für mich zu einer wichtigen Lehrerin.

Wir verlassen die Küste an diesem ersten Morgen in einem kleinen Gummi-Dingi mit Außenbordmotor: Sali, ihr Kapitän, eine Frau mit ihren beiden Söhnen und ich. Ehe wir aufbrechen, spricht Sali ein Gebet zum Meer und bittet um Erlaubnis, dass wir das Meer und die Delfine in ihrem Zuhause, ihrem Lebensraum besuchen dürfen. Ihre respektvolle Art berührt mich. Wir singen ein Lied – sie sagt, dass die Delfine Musik lieben.
Sali erklärt uns, dass wir nicht enttäuscht sein sollen, wenn die Delfine nicht kommen, dass wir nicht zu viel erwarten sollen – man weiß nie, was passiert, schließlich sind sie wild und frei. Wir sollen einfach nur den Augenblick genießen. Also tue ich genau das. Doch tief in mir spüre ich, dass sie kommen werden.

Meine Intuition trügt mich nicht. Nur eine halbe Stunde später treffen wir auf eine große Gruppe von Delfinen, es sind mindestens hundert. Sie erscheinen aus dem Nichts; plötzlich sind sie da. Dieses Phänomen ist typisch für Delfine und etwas ganz Besonderes. Oft scheint es so, als ob sie aus dem Nichts auftauchen, sich materialisieren.
Wir sind umgeben von wunderschönen Delfinen; mehrere Schulen kommen hier zusammen, erklärt Sali, sie spielen gern zusammen. Und wie sie spielen! Wir beobachten sie dabei, wie sie in Pirouetten umeinander herumschwimmen und sich aneinander reiben, springen, plantschen, einander jagen. Mein Herz springt vor Freude.

Sali sagt uns, dass wir uns bereit machen sollen, um ins Wasser zu gehen. Vorsichtig gleite ich in den Ozean, versuche, nicht zu laut zu platschen, genauso, wie Sali es uns vorher erklärt hat. Mein Herz klopft, ich schaue mich durch meine Maske hindurch um. Ich sehe sie! Sie sind unter mir, neben, vor mir. Überall! So fließend, so multidimensional. Ich fühle mich, als wäre ich wieder mit meiner Sternenfamilie zusammen – plötzlich ist da ein Erinnerungsblitz, ein Wiedererkennen.
Ein Delfin schwimmt schnell zu mir herauf. Wenn ich nicht wüsste, dass sie sanftmütige Geschöpfe sind, würde ich erwarten, dass er gleich mit mir zusammenprallt. Unmittelbar vor mir hält er an. Nur ein klein wenig näher, und er würde mich berühren. Ich fühle sein Energiefeld und spüre, dass es sich um ein Männchen handelt, weil er sehr lang ist, einer der Größten, die ich erblicken kann. Ich bemerke, dass er mir in die Augen sieht – wie auf dem Segelboot in Florida bei meiner ersten Begegnung mit einem Delfin. Eine Sekunde später schwimmt er davon.
Sali hatte uns vorher gesagt, dass wir der Versuchung widerstehen sollten, hinter den Delfinen herzuschwimmen. Stattdessen sollten wir warten. Sie würden zu uns zurückkommen. Wie das Ein- und Ausatmen, wie Wellen, die heran- und wieder davonrollen, wie der Rhythmus in Freundschaften und Beziehungen, in dem man Zeit miteinander, allein und dann wieder miteinander verbringt. Auch die Delfine haben diesen Rhythmus. Der große Delfin dreht sich um und kommt tatsächlich zurück. Nur, um ein paar Sekunden später wieder davonzuschwimmen. Ich blicke mich um, um herauszufinden, ob da noch weitere Delfine sind. Ich sehe die anderen Leute vom Boot im Wasser. Dann, so schnell wie sie gekommen sind, verschwinden die Delfine wieder, schwimmen in die Tiefe, aus unserem Sichtfeld.

Als wir uns auf dem Boot abtrocknen, erklärt uns Sali, dass dies eine sehr kraftvolle Begegnung war, weil so viele Delfine gekommen sind. Wenn sich so viele versammeln, sagt sie, handelt es sich um eine Initiation. Da jeder Delfin seinen eigenen Echoloten mit Frequenzen aufweist, deren Stärke vergleichbar mit der von medizinischen Ultraschallgeräten ist, durchdringen sie uns buchstäblich bis tief in unsere Zellkerne. Sie öffnen uns förmlich, indem sie unsere DNS-Struktur aktivieren. Und je mehr Delfine anwesend sind, desto stärker ist das Feld.
Sali macht dem Meer eine Darbringung aus Kräutern, um Mutter Ozean und den Delfinen zu danken. Wir singen ein Lied für den Ozean.

Wir fahren weiter. Ich sitze ruhig da, wie die anderen, und blicke auf das Meer hinaus. Keinem von uns ist nach reden zumute – so wertvoll war diese Erfahrung. Sie hallt in meinen Zellen wider.

Etwa eine Stunde später sehen wir in der Nähe unseres Bootes erneut Finnen aus dem Wasser ragen. Aber dieses Mal sind sie viel größer. »Grindwale«, sagt Sali. Obwohl viele Menschen sie für Wale halten, sind Grindwale eigentlich sehr große Delfine. Diesmal ist es eine kleine Gruppe, vielleicht ein halbes Dutzend. Ihre Haut ist dunkelgrau. Sie haben schwere, plumpe Körper etwa von der Größe eines Großtransporters. Sie bewegen sich langsam.
Sali holt ein paar kleine Glocken hervor und läutet sie nahe an der Wasseroberfläche. Die Grindwale scheinen das zu mögen, denn sie kommen sehr nahe ans Boot heran.
Sali gibt uns durch ein Nicken zu verstehen, dass wir wieder ins Wasser steigen sollen, aber die Frau schüttelt den Kopf, ihr Gesicht ist grünlich. Sie sieht aus, als wäre sie seekrank. Die Jungen, beide Teenager, und ich bereiten uns vor. Eine Minute später sind wir im Wasser.
Die Grindwale sind direkt neben uns. Erst jetzt wird mir klar, wie groß sie sind. Ich bin nicht nervös, aber ich bemerke, dass die Jungen wieder ins Boot klettern. Ich sehe Sali an, und sie bedeutet mir durch ein Nicken, dass ich allein im Wasser sicher bin. Ich vertraue diesen sanftmütigen Riesen.
Ich liege im Wasser, blicke durch meine Maske und atme durch meinen Schnorchel, schwimme sehr langsam vorwärts. Ein Grindwal schwimmt zu meiner Linken neben mir her, ein anderer begleitet mich zu meiner Rechten. Wenn ich meine Arme ausstrecken würde, könnte ich sie berühren; so nahe sind sie mir. Aber wieder spüre ich, dass das ein Übergriff wäre, und widerstehe. Sie sind so groß, aber anstatt ihre Größe zu fürchten, fühle ich mich mit den beiden Grindwalen an meiner Seite gepolstert, geschützt und sicher.
Dann taucht direkt unter mir ein dritter Grindwal auf, nur ein paar Fuß weiter unten. Ich spüre, dass es ein Weibchen ist. Es dreht mir seinen Bauch zu. Ehrfurcht erfüllt mich. Je ein Grindwal zu meiner Linken und Rechten, einer unter mir, der auf dem Rücken schwimmt – ich bin in tiefster Trance. So schwimmen wir vier eine ganze Weile lang, bilden eine Art Einheit.
Ich spüre Energie in mich fließen, fühle, wie sich mein Körper und meine Zellen unermesslich weit öffnen. Die Grindwale kommunizieren mit mir. Ich bezeichne diesen Prozess als »Downloaden«. Er spielt sich ohne Worte ab, doch eine große Menge an Informationen wird in mich hineintransportiert. Sie fühlen sich wunderbar an, sehr alt und voller Weisheit.

Ich fange an zu zittern, und mir wird klar, dass ich bereits sehr lange im Wasser gewesen sein muss. Auch Sali muss das spüren, denn ich höre, gedämpft durch das Wasser, ihre Stimme. Im Rausch des Augenblicks kann man leicht vergessen, dass der Körper im Wasser stark auskühlt. Ich schwimme zurück zum Boot und klettere hinein. Ich zittere. Ich wickle mich in mein Handtuch und esse Obst und ein paar Nüsse, die mir Sali in die Hand drückt.
Ich blicke aufs Wasser hinaus; die Wale sind noch immer da. Sie bleiben noch etwa eine halbe Stunde bei uns, genau neben unserem Boot, so als ob sie mir zurufen würden, ich solle wieder zu ihnen kommen. Aber mir ist zu kalt, ich habe noch keinen Neoprenanzug. Ich beobachte die Grindwale, spüre ihre Energie.
»Sie mögen dich sehr«, teilt Sali mir mit. »Das ist etwas ganz Besonderes.« Auch ich spüre die Besonderheit dieses Ereignisses. Es ist die Art von Erlebnis, die man nur wenige Male in seinem Leben hat. Wenn man sie erkennt und nicht rationalisiert oder herunterspielt, verschieben sie die ganze Realität, die Perspektive, aus der man das Leben betrachtet, und das Gefühl dafür, wer man wirklich ist. Was die eigene Lebensaufgabe ist und wofür man in diesem Leben auf diesen Planeten gekommen ist.
Jetzt bin ich mir absolut sicher, dass mein Leben immer mit Walen und Delfinen verknüpft sein wird. Ich begreife etwas, das ich zuvor oft gespürt habe, aber niemals wirklich glauben konnte, weil es so wunderbar und schön ist. Die Delfine und Wale sind ein Teil meiner Familie. »Ja, es ist wahr«, spüre ich sie sagen, »du bist mit uns verbunden, du hast gemeinsam mit uns einige Aufgaben zu erledigen. Wir werden dir helfen, dich selbst zu heilen, und du wirst anderen helfen, durch uns zu heilen.«
Die Zeit ist schnell vergangen, wir müssen jetzt zu unserem Hafen an der Küste zurückkehren. Wir singen den Walen unser Lebewohl und danken ihnen. Sie verschwinden, verstehen unsere Botschaft.
Einige Minuten, nachdem sie uns verlassen haben, beginnt die Frau auf dem Boot, sich zu übergeben, obwohl die See ruhig ist. Zuckungen schütteln ihren ganzen Körper durch, obwohl sie nichts mehr im Magen hat. Ich spüre, dass ihr Zustand etwas mit den Walen zu tun hat. Als ich Sali später danach frage, bestätigt sie meinen Verdacht. »Die Frequenzen, die die Wale von sich geben, durchdringen unser Gewebe und unsere Zellen bis in die Tiefe und spülen so alles aus uns heraus. Sie öffnen und reinigen uns.« Die Frau auf dem Boot hat sich gerade von dem Vater ihrer Söhne scheiden lassen. Sie musste all den Schmerz, die Trauer, die Wut und alle anderen Gefühle, die die Trennung in ihr ausgelöst hat, erbrechen. Sich entschlacken, von innen reinigen und schließlich loslassen.

In all den Jahren, die ich nun schon mit Walen und Delfinen arbeiten darf, habe ich oft beobachtet, dass die Menschen ihr Herz öffnen, weil die Delfine und Wale diese besondere Fähigkeit haben, zu heilen. In dem Moment, in dem sie ihr Herz öffnen, kommen all die unterdrückten Gefühle hoch, die das Herz davon abhalten, das zu sein, was es eigentlich ist: aufrichtige und pulsierende Liebesenergie. Auch ich weine oft, wenn ich mit den Walen und Delfinen schwimme. Es ist die Art von Weinen, die sich einfach nur wunderbar anfühlt. Herz und Seele erwachen wieder zum Leben, füllen sich mit Liebe.
Ich bin dankbar, dass es mir erlaubt ist, mit den Walen und Delfinen zu arbeiten. Ich spreche bewusst davon, dass es mir »gestattet« ist, denn es ist auch ihre Entscheidung. Sie sind lebendige Wesen, möglicherweise viel intelligenter als wir Menschen. Ich betrachte es als Ehre. Dasselbe gilt auch für meine Arbeit mit Engeln und Geisthelfern: Ich bin dankbar, dass es mir »erlaubt« ist, sie auszuführen.

An diesem Abend träume ich von den Grindwalen. Sie sind in der Bucht vor meinem Fenster und singen ihr Lied. Sie rufen meinen Namen, erzählen mir, wie glücklich sie sind, dass ich gekommen bin. Mit ein paar Unterbrechungen träume ich die ganze Nacht über von ihnen. Dazwischen wache ich auf, liege im Bett und lausche dem Wellenrauschen.
Am nächsten Morgen erzählt mir Sali, dass die Delfine und Wale die ganze Nacht über in der Bucht waren.

Ich bin heimgekehrt zu meiner Familie.

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