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ANNA – GROSSMUTTER VON JESUS [US-Klassiker der Channeling-Literatur]

Botschaft der Weisheit & Liebe

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Hardcover mit Leseband

400 Seiten

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Claire Heartsong hat einen Magistergrad in den Schönen Künsten und ein Diplom als Kunsterzieherin. Sie unterrichtete Kunst als Hochschullehrerin an der Boise State University, bis ihr spiritueller Weg sie 1989 nach Mount Shasta in Kalifornien führte. Seitdem haben sie ihre Reisen, auf denen sie Annas Botschaften verbreitet, auf der ganzen Welt in die Arme ihrer spirituellen Familie geführt.

ANNA – GROSSMUTTER VON JESUS [US-Klassiker der Channeling-Literatur]
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DER SPIRITUELLE MUNDPROPAGANDA-BESTSELLER AUS DEN USA!

Anna, die Mutter der Jungfrau Maria, gibt uns sanft und herzerwärmend Einblicke in das Leben der Essener und der Heiligen Familie sowie ihre geheimen Lehren und Einweihungen. Dazu enthält das Buch Schlüssel für Aktivierungen, um Annas Weisheit und Energie in das eigene spirituelle Leben zu bringen, und ist eine Einladung, die vor langer Zeit begonnene Einweihungsreise zu vollenden.

»Bisher wurde die zentrale Rolle ignoriert, die Anna vor Christi Geburt spielte.« – Aus dem Vorwort von Virginia Essene

Anna ist die Mutter der Jungfrau Maria und die Großmutter Jesu. Ihre Lehren und ihr Dienst haben eine spirituelle Linie hervorgebracht, die die Welt verändert hat. In diesem Buch werden Sie fehlende Teile der Geschichte über Anna, Maria und Jesus entdecken, die von Claire Heartsong gechannelt wurden, die seit dreißig Jahren telepathische Botschaften von Anna empfängt. Erzählt durch die sanfte und herzerwärmende Stimme von Anna selbst, bietet dieses Buch Einblicke in unbekannte Orte, die die heilige Familie besuchte, in Menschen, die sie kannten, und in intime Details ihres täglichen Kampfes, um die Aufgaben der Auferstehung zu erfüllen. Sie werden etwas über die Essener vom Berg Karmel und ihre geheimen Lehren und Einweihungen erfahren und ein neues Verständnis für die Mission Jesu gewinnen. Das Buch enthält auch verschlüsselte Aktivierungen, um Annas Weisheit und Energie in Ihr eigenes spirituelles Leben zu bringen, und ist eine Einladung, eine vor langer Zeit begonnene Einweihungsreise zu vollenden.

ANNA – GROSSMUTTER VON JESUS wurde zu einer verlegerischen Sensation, als die ursprünglich im Selbstverlag erschienene Version allein durch Mundpropaganda 50.000 Exemplare verkaufte und dadurch eine weltweite Anhängerschaft gewann.

INHALT
Karte Palästinas zur Zeit Jesu
Danksagung
Vorwort von Virginia Essene
1 Ein Brief von Anna vom Berg Karmel
2 Anna erscheint in der Nähe von Bethlehem
3 Die Essener in Jerusalem und beim Berg Karmel
4 Annas Einweihungen in Ägypten
5 Die Jahre in Alexandria
6 Annas Rückkehr zum Berg Karmel
7 Hismariams Himmelfahrt
8 Die Mysterien der Auferstehung
9 Matthias und Joseph von Arimathäa
10 Annas Einweihung in die Lichtempfängnis
11 Die Begegnung von Anna und Joachim
12 Annas und Joachims Kinder
13 Maria Annas Empfängnis und Geburt
14 Maria Annas Kindheit
15 Annas Vision auf dem Berg
16 Maria Anna und Josef ben Jakob
17 Die Lichtempfängnis von Jeshua
18 Joachims Abschied
19 Jeshua ben Josefs Geburt
20 Der Besuch der Weisen aus dem Morgenland
21 Der Aufenthalt in Ägypten
22 Initiationsritus auf dem Berge Sinai
23 Die Heimkehr
24 Jeshuas Heranwachsen
25 Maria Magdalenas und Mariams Entwicklung
26 Jeshua in Britannien
27 Jeshua Rückkehr aus Britannien
28 Jeshuas Bericht von seiner Reise nach Indien
29 Jeshua trifft Babaji
30 Josef ben Jakobs Aufstieg
31 Jeshuas ägyptische Einweihungen
32 Die Einweihung in der Großen Pyramide
33 Der Weg wird vorbereitet
34 Jeshuas Predigten und Wunder
35 Jeshuas Heilkräfte
36 Eine Botschaft der Hoffnung
37 Der Sturm zieht auf
38 Das Letzte Abendmahl
39 Gethsemane
40 Die Geheimnisse der Schädelstätte
41 Das Erwachen des unsterblichen Christuskörpers
42 Die Taufe durch den Heiligen Geist
43 Der Weg des Heiligen Grals
Nachwort von Claire
Anhang A: Die verwandtschaftlichen Beziehungen
Anhang B: Chronologische Übersicht
Anhang C: Glossar
Über die Autorin

VORWORT VON VIRGINIA ESSENE
Es gibt unter uns Menschen, die als himmlische Geschichtsschreiber und Erzähler dienen. Sie bringen die inneren Wahrnehmungen ans Licht, die lange in der menschlichen Psyche verborgen waren, sowie Informationen, die dazu beitragen, unser Leben auf Erden mit seinen großen und kleinen Mysterien zu erklären. Wenn du höheres Bewusstsein suchst, dann laden wir dich ein, deine spirituelle Natur und einen offenen Geist mitzubringen, während wir einen Streifzug durch weitgehend unbekannte Konzepte unternehmen, die jedoch das menschliche Leben bis heute beeinflussen.
Anna war eine außerordentlich starke Frau, die ihre Tochter Maria im Licht empfing und sie den Weg der Essener lehrte, so dass Maria ihre Rolle als Mutter des erwarteten Messias, Jesus, erfüllen konnte.
Auch wenn Leser der Edgar-Cayce-Materialien vielleicht etwas über die Essener und Annas spirituelle Bedeutung für Maria, ihren Enkel Jesus, Maria Magdalena und andere wissen, muss man sich doch fragen, weshalb die Bibel und die Geschichtsbücher ihre zentrale Rolle selten erwähnen. Wie ist es möglich, dass Anna von zwei großen Religionen über so lange Zeit vergessen oder ignoriert wurde? Aus diesem Grund möchten wir dich mit Anna und einer kleinen, geheimnisvollen Gruppe von Juden bekannt machen, die bewusst eine heilige Gemeinschaft von Lichtdienern schufen, die fähig waren, den göttlichen Plan durchzuführen, der zur »größten Geschichte aller Zeiten« werden sollte.
Wenn man in der jüdischen Literatur nach Antworten sucht, stellt man fest, dass sie die zentrale Rolle ignoriert, die Anna in den biblischen Zeiten vor Jesu Christi Geburt spielte. Ob die Juden damals die Bedeutung der gesamten Essener Gemeinschaft verkannten oder nur Anna, weil sie eine Frau war, ist nicht bekannt. Vielleicht waren sie nur unwissend in Bezug auf ihre wahre Rolle in den Ereignissen im Heiligen Land vor zweitausend Jahren, so wie auch die römisch-katholische Kirche, die Anna zwar heiligsprach, sie aber in einer kürzlich veröffentlichten Enzyklopädie mit folgendem Kommentar abtut: »Über die Mutter Unserer Lieben Frau ist nichts sicher bekannt: Sogar in Bezug auf ihren Namen und denjenigen ihres Ehemannes Joachim müssen wir uns auf das apokryphe Protevangelium von Jakobus verlassen, das kein wirklich vertrauenswürdiges Dokument darstellt, auch wenn es in seiner frühesten Form sehr alt ist.«
Obwohl sie offiziell heiliggesprochen wurde, war Annas Bedeutung in der römisch-katholischen Kirche zunächst gering, bis Kaiser Justinian I. ihr im 6. Jahrhundert einen Schrein widmete. Im frühen 8. Jahrhundert soll Papst Konstantin ihre Anbetung in der Kirche in Rom eingeführt haben. Danach folgte Stillschweigen über ihr Leben bis zum 14. und 15. Jahrhundert, als ihre Popularität wieder zunahm. Diese neue Wertschätzung Annas zeigt sich auch in einer Zeichnung des berühmten Malers Leonardo da Vinci (1425-1519) mit dem Titel »Die Jungfrau und Kind mit St. Anna und St. Johannes dem Täufer«, das heute in der Nationalgalerie in London hängt. In diesem Gruppenbild sitzt Anna direkt seitlich hinter ihrer Tochter Maria. Annas Hand zeigt nach oben zur »Heiligen Stadt«, vielleicht um die spirituelle Quelle ihrer Familie sowie die Bedeutung des Jesuskindes und Johannes des Täufers anzuerkennen.
Als die Sitten in der katholischen Kirche im Lauf der Jahrhunderte immer mehr verfielen, begannen verschiedene Theologen und Philosophen die Kirche anzuklagen und ihre Dogmen in Frage zu stellen, was schließlich in die Bewegung der Reformation mündete. Friedrich der Große schrieb 1790 sogar: »Jesus war tatsächlich ein Essener, er war von Essener Ethik durchdrungen.« Etwa ein Jahrhundert später schrieb Earnest Renan ein Buch, das andeutete, dass das Christentum »ein Essenertum ist, das größtenteils erfolgreich war«.
Warum auch immer die Informationen bisher so spärlich waren, wir laden dich nun ein, ein neues Kapitel der biblischen Geschichte aufzuschlagen, in dem du Anna und die Essener kennenlernen wirst. Es ist an der Zeit, anzuerkennen, dass die Inkarnation freiwilliger spiritueller Helfer notwendig war, um die alten Prophezeiungen in Bezug auf den Messias zu erfüllen. Vor allem Anna, die Großmutter von Jesus, arbeitete mit vielen himmlischen Wesen zusammen, um Maria, Jesus, Maria Magdalena und andere mehr auf den Planeten Erde zu bringen. Doch dies war nur möglich, weil die disziplinierten und aufopferungsvollen Mitglieder der Essener Gemeinschaft beim Berg Karmel in Israel als empfangsbereite Energiematrix zur Verfügung standen (siehe Karte am Buchanfang).
Wer waren nun diese geheimnisvollen Essener? Die einzigen Kommentare zur Existenz der Essener, die der frühen westlichen Welt zur Verfügung standen, stammen von klassischen Schriftstellern wie Josephus, Philon und Plinius dem Älteren. Auch wenn ihre Kommentare interessant sind, beschreiben diese Autoren wohl eine andere Siedlung der Essener, nämlich die in Qumran, und nicht Annas Gemeinschaft beim Berg Karmel. Obwohl die verschiedenen Gruppen der Essener durchaus gemeinsame Merkmale aufwiesen, nämlich ihr Dasein als spirituelle landwirtschaftliche Gemeinschaften von asketischen, zurückgezogenen, friedfertigen Individuen außerhalb des sozialen, politischen und religiösen jüdischen Lebens, gab es auch große Unterschiede.
Von den Essenern beim Berg Karmel heißt es, dass sie eine strikte rituelle Reinheit aufrechterhielten, allen Besitz miteinander teilten, hart arbeiteten und keine Sklaven hielten. Sie suchten weder Vergnügen noch Reichtum, und sie wählten ihre Führer innerhalb ihrer Gemeinschaft aus. Da sie strikte Ernährungs- und Gesundheitsregeln befolgten, sich weigerten, wie andere Juden Tieropfer darzubringen, und einen solaren statt eines lunaren Kalenders hatten, galten sie bei ihren Zeitgenossen als äußerst merkwürdig. Es wurde gemunkelt, dass einige dieser Essener sogar die Zukunft voraussagen konnten.
Diesen frühen Autoren war aber wohl nicht klar, dass es mehrere Essener Gemeinschaften gab und dass die Mitglieder einer kleinen mystischen Gruppe beim Berg Karmel darin involviert waren, den Messias auf den Planeten Erde zu bringen. Keiner dieser Autoren hat offenbar verstanden, dass Anna tiefe spirituelle Lehren und Einweihungen an ihre Tochter Maria und dann ihren Enkel Jesus weitergab, deren Einfluss die späteren christlichen Lehren prägen würde.
In diesem Buch wirst du Anna in ihrer Rolle als Leiterin der spirituellen Gemeinschaft der Essener beim Berg Karmel kennenlernen, jener geheimen Enklave der »Schule der Propheten«. Dies erlaubte es ihr, ihr himmlisches Wissen an all jene weiterzugeben, die unter ihrer Vormundschaft standen. Sie war eine außergewöhnliche Frau, die in der Lage war, ihr physisches Leben über mehr als sechshundert Jahre auszudehnen. Hier enthüllt Anna die inneren Beziehungen der Essener Gemeinschaft vor dem Hintergrund der römischen Belagerung des Heiligen Landes. Du wirst ihre ungewöhnlichen Fähigkeiten und ihre Verpflichtungen entdecken, unter anderem die Lichtempfängnis und die Geburt von Maria sowie Marias eigene Lichtempfängnis und die Geburt und Erziehung von Jesus. Dieses Panorama verdeutlicht die Rolle der Essener bei dem großen Drama rund um Jesus, Maria Magdalena und andere bekannte Jünger und Helfer sowie ihren essenziellen Beitrag, der Jesus darin unterstützte, seine Rolle als Messias zu verwirklichen.
Wir werden sehen, wie Jesu Auferstehung zum Aufbau einer Kirche führte, die Jesus als Heiland vergötterte – und nicht als einen Essener Lehrer und Heiler, der jeden Menschen lehrte, den eigenen inneren Christus zu verwirklichen. So begann das Wachstum des Christentums als Theologie und als organisierte Einheit, und das Essenertum wurde vergessen.
Bis 1928 waren nur wenige Informationen über die Lehren der Essener für die zeitgenössische Öffentlichkeit verfügbar. Dann entdeckte und übersetzte ein engagierter Linguist und Forscher namens Edmond Bordeaux Szekely ein aramäisches Manuskript aus dem dritten Jahrhundert und alte slawische Texte. Dieses Material enthielt ausführliche Informationen über eine ungewöhnliche spirituelle Gruppe, die sogenannten Essener, die Heiltechniken praktizierten, wie auch Jesus sie verwendete. Über 50 Jahre lang widmete sich Dr. Szekely der Übersetzung und Publikation dieser Essener Schriften, die als kleine, preisgünstige Hefte in 26 Sprachen erschienen. Sein Werk brachte die Glaubenslehren der Essener ins Licht der Öffentlichkeit, und zusammen mit dem Mystiker und Nobelpreisträger Romain Rolland gründete er schließlich eine internationale Essener Organisation.
Jedoch fand sich in Dr. Szekelys Schriften keine besondere Erwähnung von Anna und ihrer Tochter Maria. Der Fokus lag eher auf den Lehren und Heilungstechniken von Jesus, die in den Essener Evangelien beschrieben sind und nun die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf sich zogen. In einem seiner Bücher, »Das Evangelium der Essener«, zitiert Dr. Szekely den folgenden Prolog, der in Essener Gottesdiensten verlesen wurde.
»Als Gott sah, dass sein Volk untergehen würde, weil sie das Licht des Lebens nicht sahen, wählte er die Besten Israels aus, damit sie das Licht des Lebens zum Strahlen bringen würden vor den Menschensöhnen. Und diese Auserwählten wurden Essener genannt, weil sie die Unwissenden lehrten, die Kranken heilten und sich am Abend jedes siebten Tages versammelten, um mit den Engeln zu frohlocken.«
Erst in den 1930er und 1940er Jahren wurden in Amerika die ersten faszinierenden Beschreibungen der Essener Gemeinschaft beim Berg Karmel offenbart. In selbstinduzierten, tranceähnlichen Bewusstseinszuständen kam das Medium Edgar Cayce im Rahmen seiner rund 14.000 Sitzungen auch auf Anna und die Essener zu sprechen. Er beschrieb die Essener als Mitglieder einer kleinen, spirituellen jüdischen Sekte, die vom 2. Jahrhundert vor Christus, etwa 100 Jahre vor Jesu Geburt, bis 68 Jahre nach der Kreuzigung von Jesus und der Zerstörung des jüdischen Tempels bestand. Die Sitzungen von Cayce über die Essener bestätigten, dass eine definitive Verbindung zwischen Jesu Familie und Freunden und der Essener Gemeinschaft existierte.
Cayce übersetzte den Begriff Essener mit »Erwartung« und erklärte, dass sich unter den Juden verschiedene Denkrichtungen oder Sekten entwickelt hatten, wie die Pharisäer, die Sadduzäer und eben auch eine kleinere Gruppe, welche Essener genannt wurden. Diese letzte Gruppe umfasste diejenigen Juden, die insbesondere Menschen wertschätzten, die vom Übernatürlichen heimgesucht worden waren oder außergewöhnliche Traumerlebnisse, Visionen oder innere Stimmen hatten. Cayce berichtete, dass die Lehren der Essener aus den Lehren des Melchisedek hervorgegangen waren, die von Elias, Elisha und Samuel verkündet wurden, und dass sie sich als Medien anboten, um spirituelle Informationen göttlichen Ursprungs zu empfangen. Sie schlossen sich zu einer Gemeinschaft der Liebe und Hingabe zusammen und lebten ein heiliges Leben der guten Taten, wobei sie Frauen ebenso wertschätzten wie Männer. Insbesondere glaubten die Essener an einen göttlichen Plan für die Menschheitsentwicklung und bereiteten sich bewusst darauf vor, einen Messias auf Erden zu empfangen.
Edgar Cayce erwähnt insbesondere, dass Anna in den Tagen vor dem Eintritt des Friedensfürsten in die physische Welt und direkt danach im Gelobten Land war. Er beschreibt sie als Seherin und Prophetin in einer Organisation, welche ausgedehnte astrologische und numerologische Kenntnisse besaß. Sie war offenbar hochgeachtet unter den Essenern und weihte unzählige Menschen ein, inklusive der zwölf Jungfrauen, die rein genug waren für die Lichtempfängnis-Energien, welche nötig waren, um den Messias zu empfangen. Anna selbst hatte Maria durch einen Lichtempfängnis-Prozess hervorgebracht und half Maria, das Gleiche zu tun. Auf diese Weise war sie eine heilige Frau, die aktiv an den Vorbereitungen für die Ankunft des Messias beteiligt war.
Faszinierenderweise wurden gewisse Beschreibungen in Edgar Cayces Sitzungen durch Funde in Israel im Jahr 1947 bestätigt. So fanden Archäologen bei der Entdeckung der Schriftrollen vom Toten Meer in Qumran ein weibliches Skelett, wie Cayce es vorausgesagt hatte. Dies bestätigte Cayces Behauptung, dass es tatsächlich Essener gegeben hatte und dass Frauen Teil ihrer Gemeinschaft waren, auch in Qumran.
Es dauerte beinahe zweitausend Jahre, die Schriftrollen vom Toten Meer zu finden, die beweisen, dass die Essener wirklich existierten und dass sie eine wichtige Rolle in der Menschheitsgeschichte spielten. Wie eine Stimme aus der Vergangenheit zeigt dieser Fund, dass es Essener gab, die in der Gemeinschaft in Qumran lebten.
Du hast vielleicht schon von den Schriftrollen vom Toten Meer gehört oder gelesen, den ältesten biblischen Belegen, die wir haben. Allerdings sind sie hauptsächlich auf die Gemeinschaft in Qumran fokussiert und zeigen nicht notwendigerweise das Werk der Gemeinschaft vom Berg Karmel auf. Unter den Schätzen, die in den Krügen in der ersten Höhle nahe bei einer einstigen Qumran-Gemeinschaft gefunden wurden, waren sieben beinahe intakte Schriftrollen. Eine davon war eine vollständig lesbare Schriftrolle, welche das Buch Jesaia aus dem Alten Testament enthielt und älter war als die älteste jüdische Version der gleichen biblischen Quelle. Daher gab es unter Historikern und Theologen große Aufregung und teilweise auch Angst davor, was diese neuen Quellen für unser heutiges religiöses Verständnis bedeuten könnten. Als ich Jerusalem 1984 besuchte, war ein spezielles Gebäude errichtet worden, das als »Schrein des Buches« bezeichnet wurde und in dem die Schriftrollen aufbewahrt werden und das uralte Jesaia-Manuskript in aufgerollter Form ausgestellt ist (daher ein Rundbau). Es war spannend, solch ein altes Schriftstück zu betrachten, auch wenn ich die Worte nicht lesen konnte.
Das Besondere an diesem Fall ist, dass zahlreiche Wissenschaftler verschiedener Nationalitäten und Religionen an der langdauernden und mühseligen Übersetzung dieser Texte beteiligt sind. Das Geheimnisvolle des Inhalts sowie der langdauernde Prozess der Übersetzung haben weltweit zu Diskussionen und Streit in der wissenschaftlichen Community geführt, oftmals verstärkt durch rivalisierendes und unkooperatives Verhalten der Beteiligten. Nichtsdestotrotz sind heute endlich einige der Übersetzungen öffentlich zugänglich und geben wieder, was die Essener vor zweitausend Jahren geschrieben hatten, auch einige Evangelien, die in den Schriftrollen enthalten waren. Bedauerlicherweise waren die Schriftrollen nicht von den jeweiligen Verfassern unterzeichnet, und auch Orts- oder Datumsangaben fehlen. Daher sind viele Geheimnisse noch immer ungelöst. Wer sich dafür interessiert, findet jedoch eine Menge an Informationen zu diesem Thema in Büchern, unzähligen Artikeln und über 19.000 Online-Einträgen.
Trotz all dieser Informationen habe ich jedoch leider nirgendwo in der Forschung zu den Schriftrollen vom Toten Meer eine Erwähnung der Großmutter von Jesus, Anna, gefunden und nur sehr wenig über seine Mutter Maria. Das deutet darauf hin, dass die Wahrheit über die Rolle von Anna und den Essenern, die halfen, den Messias in die Welt zu bringen, in der Gemeinschaft beim Berg Karmel verborgen ist. Vielleicht können wir durch die Informationen in diesem Buch oder durch einen derzeit noch verborgenen archäologischen Schatz in der Ausgrabungsstätte beim Berg Karmel endlich erfahren, was damals vor sich ging. Bis dahin bleibt uns nur die ganz persönliche und individuelle Einschätzung ihrer historischen und religiösen Bedeutung.
Es ist unsere Hoffnung, dass dieses Buch über Anna und die Essener allen Leserinnen und Lesern Inspiration vermittelt, ihr Bewusstsein erweitert und ihnen den Mut und die Entschlossenheit gibt, die Intention ihrer Seele zu verwirklichen. Falls das Material, das wir hier mit euch allen teilen, dir neue Einsichten schenkt und eine vermehrte Bereitschaft, dich spirituell so weit wie möglich zu entwickeln, dann ist unsere Hoffnung erfüllt.
Bevor ich mich verabschiede, möchte ich folgenden kurzen Kommentar aus der Schriftrolle des »Essener Buchs der Offenbarung« zitieren:

Ich habe die innere Vision erreicht,
Und durch deinen Geist in mir
Habe ich dein wundersames Geheimnis vernommen.
Durch deine mystische Einsicht
Hast du eine Quelle an Wissen in mir zum Sprudeln gebracht,
Einen Springbrunnen der Kraft, welcher lebendiges Wasser hervorbringt:
Eine Flut von Liebe und allumfassender Weisheit
Wie der Glanz des Ewigen Lichts.

KAPITEL ZWEI: ANNA ERSCHEINT IN DER NÄHE VON BETHLEHEM
Nun, meine geliebte Freundin, sind wir endlich zusammengekommen, wie ich es versprochen hatte, bevor du diese Inkarnation angenommen hast. Das Schicksal und eine starke, tiefe Resonanz haben uns in dieser Stunde zusammengeführt. Deine DNA ist darauf kodiert, meinen Ruf zu vernehmen. In Wahrheit ist es dein eigenes Selbst, das dich nach Hause ruft, nicht ich, denn dein Selbst ist, was ICH BIN. Du hast gedacht, du würdest mich niemals finden, und ich habe mich gefragt, wann du mich wohl einladen würdest. Doch glücklicherweise sind wir nun zusammen. Du bist ausreichend vorbereitet für diese Reise, keine Angst. Du verfügst über alles, was nötig ist, um diesen Weg mit Anmut zu gehen.
Nun, da wir unsere Reise beginnen, bitte ich dich – und ich werde dich oft daran erinnern –, tief zu atmen, dich zu entspannen und dein Herz zu öffnen. Mit jedem Umblättern der Seiten kannst du tiefer in ein umfassendes Bewusstsein deiner selbst eintauchen. Es kann sein, dass Gegenwart und Vergangenheit sich in dir verbinden und verschmelzen. Durch diese Veränderung der Wahrnehmung kann es passieren, dass meine Worte in dir alle möglichen Gefühle hervorrufen. Ich empfehle dir, tief zu atmen, deinen Geist und dein Herz zu öffnen und dich deiner inneren Wahrnehmung hinzugeben, während meine Worte auf deine Seele wirken. Wenn du dich den Gefühlen verweigerst, die mit den Worten, Bildern und Erinnerungen einhergehen, könnte dies Unbehagen in dir hervorrufen. In gewisser Weise entspricht meine Geschichte der gefährlichen Reise, die die Gralsritter unternommen haben. Denk daran, meine Freundin: Du bestimmst das Timing und die Geschwindigkeit unserer gemeinsamen Reise.
Wie in meinem Brief erwähnt, bitte ich dich zunächst, alle vorgefertigten Ideen von mir und den anderen Personen in meiner Geschichte loszulassen. Vor allem rate ich dir, mich von dem Sockel herunterzuholen, auf den du mich möglicherweise gestellt hast. Ich sehe mich nicht als Heilige. Diese überhöhte Position distanziert mich von dir. Ich bin hier. Ich bin deine Freundin.
Zweitens: Lass die Möglichkeit zu, dass ich viel länger gelebt habe, als du es je für möglich gehalten hättest. Jenen, die mir eng vertraut waren, zeigte ich mich als Unsterbliche, die mehr als sechs Jahrhunderte lang einen sterblichen Körper aufrechterhielt (wenn auch mit einigen Veränderungen). Ich sage dir dies gleich zu Beginn, damit du dich entspannen kannst, während sich meine Geschichte langsam entfaltet und immer komplexer wird.
Drittens bitte ich dich zu verstehen, dass ich nicht über menschlichem Zweifel stand. Ich fühlte und kannte die extremen Polaritäten des Menschseins und der menschlichen Gefühle, da ich mich entschlossen hatte, das ganze Spektrum des Lebens zu erfahren. Ich bin in die physische Ebene eingetaucht, wie jede Seele, die Selbstmeisterung erreichen möchte. Es gab Zeiten besonderer Schönheit und Ekstase. Es gab aber auch starke Bedrängnis und großen Kummer. Tatsächlich unterschied sich mein physisches Dasein wenig von deinem, auch wenn meine lange Lebenszeit im gleichen Körper etwas ist, was du selbst noch nicht erlebt hast. Ich erzähle dir das, damit du weißt, dass du all dies und noch mehr ebenfalls erreichen kannst.

Anna erzählt nun ihre Geschichte:
Im Dezember des Jahres 612 v. Chr. wurde in Judäa im Dorf Etam, knapp drei Meilen südlich von Bethlehem, ein Kind geboren, ein Abkömmling der Stämme Juda, Levi und Josef, etwa 358 Jahre nach der Herrschaft von König David und ungefähr 110 Jahre, nachdem die Israeliten durch die Assyrer unterworfen und in Gefangenschaft geführt worden waren. Das Kind wurde Hannah genannt, nach der Mutter des Propheten Samuel.
Hannah war der physische Ausdruck meiner multidimensionalen Seele und bereitete den Körper vor, durch den ich, Anna, mich am 23. Mai 596 v. Chr. in das Drama auf Erden inkarnierte. Und es war ein schlimmes Drama, denn Babylon war aufgetaucht, um über die Männer und Frauen zu regieren, die ihre Unschuld vor Gott vergessen hatten.
Im Jahr 597 v. Chr., während ich noch in den lichtvollen Gefilden weilte und kurz bevor ich die Erlaubnis der Lichträte für meine Rückkehr zur Erde erhielt, waren die babylonischen Soldaten von König Nebukadnezar durch Etam gezogen. Sie belagerten Jerusalem und nahmen tausende von Gefangenen als Geiseln mit. Im Mai des darauffolgenden Jahres tauschten Hannah und ich im gegenseitigen Einverständnis während einer Nahtod-Erfahrung die Plätze, durch einen Prozess der Vermischung und Verschmelzung, den ich im Folgenden kurz erläutern werde.
Du wirst dich wahrscheinlich fragen: Warum sollte eine Adeptin wie ich in so herausfordernde Lebensumstände wie die von Hannah inkarnieren? Nun, du magst solche Schwierigkeiten als unerfreulich oder sogar gefährlich wahrnehmen, doch ihr Potenzial für eine Ausdehnung und Stärkung des Bewusstseins ist enorm. Das ist einfacher gesagt als getan, daher möchte ich diese Aussage näher erläutern. Stell dir vor, dass eine Überseelenebene existiert, in der viele verschiedene Bewusstseinsaspekte kollektiv gebündelt sind. Hier herrscht eine viel umfassendere Perspektive, durch die sich viele verschiedene Zeitlinien, Wirklichkeiten und Dimensionen beurteilen lassen. Auf dieser holografischen Bewusstseinsebene ist es möglich, die mit jeder möglichen Ursache und Wirkung einhergehenden Erfahrungen wahrzunehmen.
Auf dieser Ebene lässt sich also erkennen, welche Szenarien am meisten Wachstum und Entwicklung für die miteinander verwobene Ganzheit des Lebens ermöglichen. Mögen die schmerzhaften Wachstumserfahrungen des menschlichen Lebens auf der persönlichen Ebene auch fast unerträglich erscheinen, so erfüllen sie doch den Wunsch des Schöpfers nach einem sich immer weiter entwickelnden persönlichen Wachstum. Der letztendliche Sinn des Lebens besteht darin, sich selbst als Liebe zu erfahren. Statt dich verzweifelt und mutlos zu fühlen, kannst du dich jederzeit mit der ursprünglichen Intention deiner Seele verbinden und deine aktuellen Herausforderungen in ein harmonischeres und positiveres Szenario umwandeln. Denn auf den höheren Bewusstseinsebenen wird immer das bestmögliche Ergebnis gewählt und ein optimaler Entwurf dieses Plans gespeichert. In jedem Moment ist es möglich, dich an diesen Plan deiner Seele zu erinnern und daraus Inspiration und Führung zu beziehen.
So war es auch mit meiner Erfahrung als Hannah. Nachdem alle Faktoren, inklusive der genetischen Möglichkeiten, aus der Überseelenperspektive betrachtet worden waren, wurde entschieden, einen Aspekt auf die irdische Ebene zu projizieren. Du kannst dir diesen Aspekt, die Persönlichkeit namens Hannah, als eine Facette der »Überseele Anna« vorstellen, die in die Illusion der Getrenntheit abtauchte. Hannahs begrenzte Sichtweise ermöglichte es ihr nicht, ihre wahre Beziehung zur »Überseele Anna« sowie ihre eigene Entscheidung zur Inkarnation zu erkennen. Dennoch war die Verbindung immer vorhanden, ebenso wie die Möglichkeit, durch ihre Entscheidungen bewusst das bestmögliche Resultat zu kreieren.
Du hast schon Geschichten gehört von Menschen, die verstarben, ins Licht gingen und anschließend mit einem stärkeren Bewusstsein und Glauben an ihre Schöpferkraft zurückkehrten. Oft besitzen sie anschließend mehr Fähigkeiten – ja wundersame Kräfte – als zuvor. So war es auch bei Hannah und mir. Als sie »außerhalb des Körpers« war, erwachte Hannah und erinnerte sich an die vor ihrer Inkarnation getroffenen Entscheidungen, nämlich einen Körper mit einer spezifischen DNA-Kodierung zu manifestieren, an einem bestimmten Ort und zu einer bestimmten Zeit zu leben und Erfahrungen zu machen, die eine enorme Selbsterkenntnis ermöglichen würden. All diese Entscheidungen würden zum gegebenen Zeitpunkt einen höheren Zweck erfüllen. Wie wir es vereinbart hatten, fand also zum Zeitpunkt ihres Erwachens, gerade als es den Anschein hatte, als würde sie sterben, ein starker »Download« statt, und ihr menschliches Bewusstsein verschmolz mit dem Bewusstsein der »Überseele Anna«. Wenn du Hannahs Verbindung zu ihrer Überseele verstehst, kannst du durch Meditation oder andere Methoden der Bewusstseinserweiterung ebenfalls eine bewusste Verbindung mit deiner eigenen Überseele oder deinem Höheren Selbst herstellen.
Nach dieser einführenden Erklärung, warum Hannah und ich, ihr »Höheres Selbst« namens Anna, die Plätze tauschten, möchte ich nun zu meiner Geschichte zurückkehren.
Ich befand mich nun also in Hannahs Körper, war desorientiert und dem Tode nahe aufgrund der Wunden und Infektionen infolge meiner Niederkunft. Eine alte Seherin namens Naomi hörte zufällig die schwachen Laute meines neugeborenen Kindes, während sie die Ochsen, Kamele, Esel und Ziegen fütterte, die hinter dem Gasthof eingezäunt waren, in dem ihr Schwiegersohn seine Gäste bewirtete. Sie holte eine Hebamme herbei, die in der Nähe wohnte, und gemeinsam wuschen sie mich und mein Kind und versorgten uns beide.
Naomi nahm mich alsdann mit in ihr bescheidenes Heim neben der Gaststätte, wo ich bleiben konnte, bis mein Kind gehen lernte. Sie fragte mich aus: »Wer bist du? Was ist vorgefallen, dass du beschlossen hast, deine Niederkunft allein und ohne ein angemessenes Dach über dem Kopf durchzustehen?« Ich konnte mich nicht sogleich an die Antworten erinnern. Viele Tage lang war ich im Fieberwahn und konnte gerade noch meinen Säugling stillen. Meine Erinnerungen waren unklar, doch mein Körper war jung – höchstens sechzehn Jahre alt.
Mit viel Geduld pflegte Naomi meinen Körper und Geist. Sie kannte sich aus mit der menschlichen Psyche, konnte Hände und Gesichter sowie die Vergangenheit und Zukunft lesen und mit meiner Seele über Zeit und Raum hinweg kommunizieren. So las sie in meinem »Buch des Lebens«, und auch wenn sie keine Adeptin war, besaß sie doch eine stark entwickelte Intuition. So begannen sie und ich in den folgenden Wochen gemeinsam, das Geheimnis zu lüften, warum ich allein in einer Höhle mein Kind zur Welt gebracht hatte.
Während der nächsten Monate verschmolz ich, Anna, aus den höheren Gefilden des Lichts mit meiner Verkörperung als Hannah. Während ich mich erdete, indem ich einfache Pflichten erledigte, für meine Tochter sorgte und Naomi bei ihren häuslichen Tätigkeiten half, kehrten meine Erinnerungen langsam zurück. Ich wurde rasch gesund, sobald ich mich orientieren konnte, denn ich hatte Energien aus einer sehr viel höheren Dimension mitgebracht. Naomi und ich trugen langsam die einzelnen Teile von Hannahs Geschichte zusammen und ergründeten, wie sie schwanger geworden war. Daraufhin gelang es mir, die Wunden zu heilen, die ihr Herz und ihre Seele davongetragen hatten. Ganz kurz möchte ich dir diese Geschichte erzählen, ohne allzu sehr auf die Details einzugehen.
Einige Wochen vor ihrer vereinbarten Hochzeit kamen Hannah und Tomas, ihr Geliebter, in der Hitze ihrer jugendlichen Leidenschaft zusammen, und Hannah wurde schwanger. Sie hielten ihre Vereinigung geheim. Doch bevor die Hochzeit gefeiert werden konnte, wurde Tomas gefangen genommen und verschleppt. Denn Soldaten aus Babylon fielen in die Dörfer ein und nahmen Frauen und Kinder als Geiseln. Zahlreiche Männer verloren ihr Leben, als sie versuchten, ihr Heim und ihre Familien zu beschützen. Alle, die Widerstand leisteten, wurden brutal ermordet, die übrigen gefangen genommen. Das Gemetzel war unbeschreiblich.
Hannah passte gerade auf ihre beiden jüngeren Brüder auf, während ihre Eltern außer Haus waren, um Nahrung zu besorgen. Die Soldaten fanden sie und ihre Brüder unter dem Bett ihrer Eltern versteckt. Sie rissen die beiden Jungen aus ihren Armen und töteten sie erbarmungslos vor Hannahs Augen. Etwas in ihr zerbrach dabei, und sie war danach nie mehr dieselbe. Dann missbrauchten sie ihren Körper und ließen sie bewusstlos und nach einem Schlag auf den Kopf halb tot zurück. Während sie auf der staubigen Straße lag, steckten die Soldaten ihr Heim in Brand und entfernten sich in der Annahme, dass sie tot sei.
An diesem Punkt landete Hannah in den himmlischen Gefilden, wo sie ihrer Überseele begegnete, die ihr erklärte, dass ihr Körper nun als Gefäß dienen könne, durch das Wunder geschehen würden, um Israel aus seiner dunklen Nacht zu befreien. So verbanden wir uns, sie und ich, die wir Aspekte der gleichen Überseele waren, und sie willigte ein, dass dieser höhere Aspekt ihrer Seele in ihre physische Form einziehen könne.
So ergab es sich in den Tagen der zweiten babylonischen Belagerung Jerusalems, dass ich das Schicksal von Hannah erbte, die verwaist, verwitwet und all ihrer irdischen Besitztümer beraubt von den Babyloniern als tot zurückgelassen worden war. Als Hannah wieder zu sich kam, fand sie sich als Ausgestoßene wieder, als Ärmste der Armen, obwohl sie in der königlichen Erblinie des Hauses David geboren war. Ihr Geist war von Dämonen besessen. Die Menschen, die sie hätten beschützen können, waren verschleppt worden, und die Verwandten der höheren gesellschaftlichen Klassen, die in Etam geblieben waren, verachteten sie als beschmutzt und rechtfertigten ihre Gleichgültigkeit mit dem Gesetz des Mose. So wanderte sie durch die dunkle Nacht ihrer Seele und trug das geheime Kind von Tomas bis zur festgesetzten Stunde, in welcher sich der Zweck ihres Daseins erfüllen sollte.
In den verbleibenden Monaten ihrer Schwangerschaft kommunizierten und verschmolzen wir in den höheren Dimensionen. Während das Baby in ihrem Bauch heranwuchs, erhielt die junge Mutter Trost und zunehmende Selbsterkenntnis durch die Zuwendung ihrer Überseele. Als die Wehen einsetzten, begann ich, Anna, mich über das Kronenchakra in Hannahs Körper zu inkarnieren. Ich trat in dem Moment vollständig in ihren Körper ein, als das Kind geboren wurde.
Ich nannte meine kleine Tochter Aurianna. Sie war ein goldenes Geschenk der Großen Mutter. Ihr kleines Gesicht leuchtete mit der Strahlkraft der Sonne, ihre großen braunen Augen funkelten wie Sternenlicht auf dem Meer, und sie war fast immer heiter und gelassen. Auriannas Präsenz war ein Geschenk während all der Tage, die sie bei mir verbrachte. Während der ersten dreizehn Jahre nach ihrer Geburt ging ich in den Dörfern Etam und Bethlehem von Haus zu Haus und bot mich als Haushaltshilfe an. Es gab viele Familien, die jemanden wie mich gebrauchen konnten, da ich über gewisse Kenntnisse in der Geburtshilfe und der Pflege kleiner Kinder verfügte, viele Heilkräuter kannte und wusste, wie man aus einem gepflegten Heim einen friedlichen Zufluchtsort gestalten konnte.
Während der dreizehn Jahre, in denen Aurianna und ich bei Bethlehem lebten, begegnete ich mehreren weisen Lehrern, die meine außerordentlich hohe Frequenz erkannten. Einige kannten mich besser, als ich mich selbst kannte, denn nach dem Wiedereintritt in die irdische Dimension braucht es eine gewisse Zeit, um die notwendigen Anpassungen vorzunehmen, die Feinabstimmung des Geistes und des Körpers und die Transmutationen der karmischen Muster im Zellgedächtnis, bevor das höhere Bewusstsein ganz präsent sein kann. Das gilt auch für jede Seele, die durch den Geburtskanal kommt. Und für die wenigen »Walk-ins« wie mich ist es auch nicht anders, nur dass der Körper bereits vollständig entwickelt ist und es weniger Schleier gibt.
Ich möchte euch hier wissen lassen, dass meine Lehrer zu einem uralten Orden gehörten, dessen Mitglieder ebenso in abgelegenen Einsiedeleien wie in den Menschenmengen der Orte und Städte lebten. Diese verborgenen Mystiker erkannten einander, auch wenn sie für Uneingeweihte meist recht normal wirkten. Es brauchte einige Jahre der Anstrengungen von meiner Seite und des geduldigen Verständnisses meiner Mentoren, um die Schleier des Vergessens zu lüften, die ich geerbt hatte, und um zu verstehen, weshalb ich wieder inkarniert hatte.

Claire Heartsong hat einen Magistergrad in den Schönen Künsten und ein Diplom als Kunsterzieherin. Sie unterrichtete Kunst als Hochschullehrerin an der Boise State University, bis ihr spiritueller Weg sie 1989 nach Mount Shasta in Kalifornien führte. Seitdem haben sie ihre Reisen, auf denen sie Annas Botschaften verbreitet, auf der ganzen Welt in die Arme ihrer spirituellen Familie geführt.

Heute führt Claire ein ruhiges, zurückgezogenes Leben an der Seite ihres Partners Lorenzo, in einem abgelegenen und wunderschönen wilden Gebirgstal im Shasta-Trinity National Forest, Nordkalifornien. Dort üben sich beide in tiefer gehenden Meditationspraktiken und einer bewussten Beziehung als Weg des spirituellen Erwachens. Dabei genießen sie ihre gemeinsame Liebe zur Lyrik sowie seine Leidenschaft für die Naturfotografie und ihre Leidenschaft für die visionären Künste.

Im Jahre 2002 erschien Claires Buch Anna, Grandmother of Jesus, acht Jahre später gefolgt von Anna, the Voice of the Magdalenes, das gemeinsam mit Catherine Ann Clemett entstand. Seit kurzem gibt sie auch Seminare zum Thema Zwillingsseelen, zu denen seit 2011 ebenfalls ein Buch vorliegt: Understanding Twin Flame Union, the Ascension of St. Germain and Portia.

Aktuelle und sehr zeitbezogene Channelings von Jeshua und den Drei Marien enthält das von Martine Vallée im AMRA Verlag herausgegebene Amra-Buch Spirituelles Erwachen, das außerdem noch Botschaften von Kryon, mehreren Trägern der Inka-Energie und dem Lichtwesen Simion versammelt. Weitere Channelings und Informationen zu ihren Botschaften, Büchern und Farbdrucken enthält die Webseite der Autorin.

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