Aus
»Und der Vater selbst liebt Euch!«
von Michael George
Vorbemerkung
Dieser Effekt ist wohl jedem
Wahrheitssucher geläufig: Befasst man sich intensiv mit bestimmten
Themen, dann entwickelt man eine Art Magnetismus, der unweigerlich neue
Anregungen, anspornende Eingebungen und offenbarende Bücher anzieht.
So ging es mir mit dem Buch Urantia.
Ich fand die Website bei Internet-Recherchen, lud mir kapitelweise
englische Texte herunter und machte mich dann an die Lektüre. Ich
entdeckte einen unglaublichen Wissensschatz und nahm mir vor, mit
Übersetzungsarbeiten zu beginnen, sobald die Zeit es mir erlaubte. Im
Winter 2005/06 machte ich mich an die Arbeit und erstellte aus dem
reichhaltigen Material des Buches Urantia einen Text, der als
Einstiegshilfe in das über die Maßen umfangreiche Originalwerk dienen
sollte.
Kaum hatte ich den letzten Satz geschrieben und mich aufatmend
zurückgelehnt, da erreichte mich die Nachricht, dass soeben eine
deutsche Fassung erschienen sei.
War meine Arbeit auf einen Schlag überflüssig geworden?
Ganz und gar nicht. Die deutsche Ausgabe umfasst immerhin wie das
amerikanische Original fast 2100 Seiten. Das ist mehr, als die meisten
lesenden Wahrheitssucher sich zumuten wollen. [...] So ist die
Kurzfassung, die ich erarbeitet habe, aus zwei Gründen nützlich für
alle, die sich mit dem Wissenskosmos befassen wollen, den das Buch
Urantia vor uns ausbreitet: Erstens kann das vorliegende Buch als
Einstieg, als Portalöffner, als ›Vorspeise‹, als Trampolin in die
höheren Weihen der Urantia-Lektüre, als zusammenfassende
Darstellung wichtiger Sachverhalte dienen. Und zweitens als vorläufiger
Überblick für diejenigen, denen die Lektüre des Werkes selbst noch zu
langwierig, zu zeitraubend oder zu mühsam ist.
Ich habe mich freilich mit der alleinigen Darstellung wichtiger Aspekte
des Buches Urantia nicht begnügt, sondern vielmehr überall dort,
wo es mir zum besseren und tieferen Verständnis oder im Interesse der
Abrundung des Überblicks ratsam erschien, weiteres Material hinzugefügt.
So etwa Botschaften von Christ Michael und Sananda Immanuel aus unseren
Tagen. Diese Botschaften sind von Candace Frieze in den Jahren 2005/6
empfangen worden. Weitere Botschaften erhielt ich selbst im Januar 2007,
und zwar von Oremabor, Gabriel von Salvington, Vater Melchizedek,
Machiventa Melchizedek, Monjoronson, Elisah, Aeskapulus und Geronimo.
[...]

2. Die Superuniversen
und die Lokalen Universen
Das Zentrum des gesamten
Schöpfungsreiches ist die Paradiesinsel. Sie ist der Sitz der Höchsten
Schöpfer-Dreieinigkeit. Hier residieren der Ewige Vater, der Ewige Sohn und der
Ewige Geist. Die Paradiesinsel entstand lange vor der Erschaffung der Welten der
Evolution und bildet das Ziel der langen Reise, die die gereiften Menschen
zurücklegen müssen, bis sie vor die Schöpfer-Trinität treten dürfen, um ihre
abschließenden großen Einweihungen zu empfangen. Zwei Ringe schwerer Dunkler
Körper umschließen die Paradiesinsel.
Das Zentrale Universum von Havona wird gebildet von den Welten, die die
Paradiesinsel umkreisen. Die Welten von Havona werden regiert von den Ewigen der
Tage. Alle Wesen in Havona entstammen der Göttlichen Trinität, leben ewig und
pflanzen sich nicht fort.
Auf sieben konzentrischen Bahnen umkreisen die 35 Millionen inneren und 255
Millionen äußeren Welten von Havona die zentrale Paradiesinsel. Auch Havona ist
von zwei Ringen schwerer Dunkler Körper umgeben. Ein
Paradies-Havona-Standard-Tag entspricht tausend Erdjahren und gilt als
Standard-Zeitmaß für die sieben Superuniversen.
Die sieben Superuniversen bilden die Reiche der Evolution und umkreisen in einer
gemeinsamen elliptischen Umlaufbahn das zentrale Universum von Havona. Die
Umlaufzeit beträgt fast eine Milliarde Erdjahre.
Jedes Superuniversum besitzt seine eigene Natur, seinen eigenen Schöpfungszweck
und sein eigenes Evolutionsziel. Jedes Superuniversum gruppiert sich um eine
große Galaxis und ist in 100.000 Universen gegliedert. Das gesamte Reich der
Schöpfung bildet folglich nur einen kleinen Teil des gesamten von der Astronomie
optisch erfassten Kosmos.
Hieraus ist zu schließen – was im Buch Urantia nicht erwähnt wird –, dass
es im Kosmos noch viele weitere Schöpfungsreiche gibt, die ähnlich organisiert
sind.
Jedes der sieben Superuniversen wird beaufsichtigt von einem Meister-Geist, den
höchsten Beauftragten der Urschöpfer-Trinität in den Welten der Evolution. Jeder
Meister-Geist trägt jene individuellen Charakteristiken, die für seine
Abstammung typisch sind:
1. Der Meister-Geist des ersten
Superuniversums repräsentiert den Ewigen Vater
2. der Meister-Geist des zweiten Superuniversums repräsentiert den Ewigen Sohn
3. der Meister-Geist des dritten Superuniversums repräsentiert den Ewigen Geist
4. der Meister-Geist des vierten Superuniversums repräsentiert die kombinierten
Eigenschaften des Ewigen Vaters und des Ewigen Sohnes
5. der Meister-Geist des fünften Superuniversums repräsentiert die kombinierten
Eigenschaften des Ewigen Vaters und des Ewigen Geistes
6. der Meister-Geist des sechsten Superuniversums repräsentiert die kombinierten
Eigenschaften des Ewigen Sohnes und des Ewigen Geistes
7. der Meister-Geist des siebenten Superuniversums repräsentiert die
kombinierten Eigenschaften des Ewigen Vaters, des Ewigen Sohnes und des Ewigen
Geistes
Das Superuniversum, in dem die Evolution der Menschheit stattfindet, trägt den Namen Orvonton. Den Kern unseres Superuniversums bildet die Milchstraßen-Galaxis. Orvonton ist das siebente Superuniversum und gilt als jenes Reich, in dem die Qualitäten der Liebe und der Barmherzigkeit das höchste Evolutionsziel darstellen. [...]

6. Die Missionen von Adam
und Eva und Machiventa Melchizedek
Adam und Eva waren Mitglieder des
Senior-Corps der Materiellen Söhne auf Jerusem, dem Zentrum unseres Lokalen
Systems. Sie wurden nicht, wie das 1. Buch Mose (›Genesis‹) im Alten Testament
der Bibel suggeriert, von Gott auf Erden erschaffen. Sie waren dem Buch
Urantia zufolge Persönlichkeiten, die bereits Jahrzehntausende lang auf
Jerusem dem Göttlichen Plan gedient hatten.
Wesen ihrer Art wirken stets gemeinsam, und als ein Aufruf an Freiwillige ihres
Ordens erging, eine Adamische Mission auf Urantia zu übernehmen, fiel die Wahl
auf Adam und Eva. Zu dieser Zeit arbeitete das Paar in Versuchslabors auf
Jerusem, in denen es um die Modifizierung von Lebensformen ging. Sie waren zuvor
fünfzehntausend Jahre lang als leitende Biogenetiker tätig gewesen, nachdem sie
lange Zeit als Lehrer für Neuankömmlinge auf Jerusem gewirkt hatten. [...]
Als neue Herrscher dieser Welt standen ungewöhnliche Aufgaben vor ihnen, denn
die Erde gehörte nicht zu den »normalen« Planeten, auf denen die Ankunft eines
Paares Materieller Söhne gewöhnlich die Heraufkunft eines »großen Zeitalters der
Erfindungen, des materiellen Fortschritts und intellektueller Erleuchtung«
ankündigt, wie Solonia in Schrift 73 des Buches Urantia betont. »Die
nach-adamische Ära ist das große wissenschaftliche Zeitalter auf den meisten
Welten, doch nicht so auf Urantia. Wohl war der Planet bewohnt von physisch gut
ausgestatteten Menschen, aber die Stämme schmachteten in den Abgründen der
Wildheit und der moralischen Stagnation.«
Es gab jedoch den Stamm der Amadoniten mit ihrem Anführer Van. Dieser Stamm
hatte das spirituelle Erbe aus den Zeiten vor dem Abfall des Planetarischen
Prinzen Caligastia bewahrt, und Van übernahm gemeinsam mit seinem Assistenten
Amadon die Aufgabe, für das Adamische Paar aus dem legendären Jerusem eine
Residenz zu errichten, die dem Rang und der Aufgabe der himmlischen Gesandten
entsprach.
Der Garten Eden entstand auf einer »langen, schmalen Halbinsel – fast eine Insel
–, die westlich der Ostküste des Mittelmeeres gelegen war«, und der Garten
selbst lag auf einer Insel inmitten eines Inlandsees.
Wenn Materielle Söhne, deren Aufgabe gewöhnlich in der Verbesserung der
genetischen Ausstattung eines Evolutionsplaneten liegt, an ihrem Bestimmungsort
erscheinen, »wird ihr Aufenthaltsort oft ›Garten Eden‹ genannt, denn er ist
gekennzeichnet durch die Schönheit der Flora und die botanische Erhabenheit von
Edentia, der Kapitale der Konstellation Norlatiadek.«
Im Zentrum der riesigen Anlage stand »der exquisite Steintempel des Universellen
Vaters, der Heilige Schrein des Gartens«. Nördlich davon wurden die
Hauptquartiere der Verwaltung errichtet, nach Süden hin die Wohnungen der
Arbeiter und ihrer Familien. Im Westen lagen die Ausbildungsstätten, und im
Osten von Eden standen die Residenzen des Herrscherpaares und ihrer
unmittelbaren Nachkommen.
Die Baupläne für den Garten Eden umfassten nach Solonias Angaben Wohnungen und
Landflächen für eine Million Menschen.
Zur Zeit der Ankunft des erhabenen Paares war Solonia zufolge zwar erst ein
Viertel des gesamten Bauvorhabens verwirklicht, doch gab es bereits
Bewässerungsgräben von Tausenden von Meilen Länge und mehr als zwölftausend
Meilen an befestigten Wegen und Straßen. Und es gab bereits über fünftausend
Ziegelbauten, wobei jeweils höchstens sieben Gebäude ein Ensemble bildeten.
Pflanzen sonder Zahl und Art erfreuten die Bewohner.
In der Nähe des zentralen Tempels pflanzte Van den legendären Baum des Lebens,
den er selbst gehütet hatte und der ihm zu einer Lebensdauer von mehr als
150.000 Jahren verhalf. Der Baum des Lebens, so Solonia, »war kein Märchen. Er
existierte tatsächlich und für lange Zeit auf Urantia.« Der Baum stammte
ursprünglich von Edentia und war einst eine Mitgift für den später abtrünnigen
Caligastia.
»Diese Superpflanze«, so erläutert Solonia, »speicherte gewisse ›Raum-Energien‹
und wirkte als Gegenmittel gegen die Alterungsprozesse der animalischen
Existenz. Die Frucht des Lebensbaums war wie eine superchemische
Speicher-Batterie, die auf geheimnisvolle Weise die lebensverlängernden Kräfte
des Universums freigab, wenn man sie aß.« [...]
Adam und Eva waren Träger der Violetten DNS, einer genetischen Ausstattung, die
ihnen nicht nur einen magischen Schimmer verlieh, der sie umgab, sondern sie
auch zu wesentlich höheren psychischen Leistungen befähigte, als sie
gewöhnlichen Menschen eigen sind. Solonia berichtet, dass telepathischer Kontakt
über größere Entfernungen zu den Alltagsleistungen des Paares gehörte. Mit
beider Fehltritt war jedoch eine Lawine des Verhängnisses losgebrochen, die
nicht mehr aufzuhalten war. [...]
Adams erster Sohn Adam ben Adam [Adamson] gründete weiter im Norden ein zweites
Zentrum der Violetten Rasse – der adamitischen Rasse mit der höheren Violetten
DNS –, und Evason, der Zweitgeborene, wurde zu einem »meisterlichen Führer und
Verwalter«.
Seth war der Älteste der im zweiten Garten geborenen Nachkommen des erhabenen
Paares und wurde zum Oberhaupt der Priesterschaft des zweiten Gartens. Sein Werk
wurde von Enos weitergeführt, und sein Enkel Kenan missionierte die umgebenden
Stämme. [...]
»Alles in allem«, so resümiert Solonia abschließend, »leisteten Adam und Eva
einen gewaltigen Beitrag zur raschen Zivilisierung und zum beschleunigten
biologischen Fortschritt der menschlichen Rasse. Sie hinterließen eine große
Kultur auf Erden, doch war es für eine solch fortgeschrittene Zivilisation nicht
möglich, angesichts der frühen Verwässerung und dem schließlich erfolgten
Untergang des Adamischen Erbes zu überleben. Es sind die Menschen, die die
Zivilisation machen; es ist nicht die Zivilisation, die die Menschen macht.«
Der erste Garten Eden aber versank Jahrtausende, nachdem er von den Noditen in
Besitz genommen und entweiht worden war, in den Fluten des Mittelmeers – vor
rund 12.500 Jahren, als Atlantis in den Wassern des Ozeans verschwand, der
Felsriegel zwischen Spanien und Nordafrika brach und die Fluten des Atlantik
sich über Jahrtausende hin in das Becken des Mittelmeers ergossen, bis das
Wasser schließlich auch das Gebiet des einstigen Gartens Eden bedeckte. [...]

7. Christ Michaels Schenkungen
und seine Erste und Zweite Ankunft
Die Erste Ankunft von Christ Michael auf Urantia
[...] Christ Michael hatte entschieden,
dass Urantia der Planet seiner siebenten Mission sein sollte, und so machte sich
sein Generalbevollmächtigter Gabriel daran, genaue Untersuchungen anzustellen.
Er besuchte die Erde persönlich, »und als Resultat seiner Studie über
menschliche Gruppen und seines Überblickes über die spirituellen,
intellektuellen, rassischen und geographischen Eigenschaften der Welt und ihrer
Menschen entschied er, dass die Hebräer jene relativen Vorteile besaßen, die zu
ihrer Auswahl als beschenkter Rasse führten.«
So heißt es in Schrift 122, die gemeinsam mit den anderen Schriften des vierten
Teils des Buches Urantia von einer Kommission aus zwölf ›Wesen auf halbem
Wege‹ [engl. ›midwayers‹] unter der Leitung eines Melchizedek verfasst wurde.
Dieser vierte Teil ist betitelt: ›Das Leben und die Lehren von Jesus.‹
Von Beginn an waren die Lebensläufe von Joshua [Jesus] und von Johannes dem
Täufer eng miteinander verbunden. Elisabeth, die Mutter des Johannes, war eine
Cousine von Maria, der Mutter des Joshua. Beiden erschien Gabriel, um die Geburt
ihrer Knaben anzukündigen, und beiden gab er eine Namensempfehlung.
In den letzten Juni-Tagen des Jahres 8 vor dem Nulljahr des Gregorianischen
Kalenders erschien Gabriel der Elisabeth und eröffnete ihr: »Während dein
Ehemann Zacharias in Jerusalem vor dem Altar steht und die versammelten Menschen
um das Kommen eines Befreiers beten, komme ich, Gabriel, um dir zu verkünden,
dass du in Kürze einen Sohn gebären wirst, der der Vorbote dieses Göttlichen
Lehrers sein wird, und du sollst deinen Sohn Johannes nennen.« Und so gebar
Elisabeth am 25. März im Jahre 7 vor dem Jahre Null ihren Sohn Johannes.
Und Gabriel erschien vor Maria und sprach unter anderem folgende Worte: »Ich
komme auf Geheiß desjenigen, der mein Meister ist und den du lieben und nähren
sollst. Dir, Maria, bringe ich frohe Nachrichten, indem ich dir verkünde, dass
die Empfängnis in dir vom Himmel angeordnet wurde und du zur rechten Zeit die
Mutter eines Sohnes werden wirst. Du sollst ihn Joshua nennen, und er wird das
Königreich des Himmels auf Erden und unter den Menschen einführen.« [...]
Joshua wuchs im Hause von Joseph und Maria in Nazareth auf, erlernte das
Handwerk des Zimmermanns und unternahm im Laufe seiner ersten drei
Lebensjahrzehnte ausgedehnte Reisen, unter anderem durch Vorderasien und den
gesamten Mittelmeerraum. Eine seiner Reisen führte ihn auch nach Rom.
Und von hier aus unternahm er gemeinsam mit seinem Mentor Joseph fünf
Astralreisen nach Shamballa, wo sie Sanat Kumara Besuche abstatteten. Daneben
erlernte Joshua während des Aufenthalts in Asien Meditationstechniken und
Kampfkünste. [...]
Im Alter von achtzehn Jahren begleitete er seinen Onkel, der als Zinnhändler
tätig war, auf einer viermonatigen Reise nach England. Dort besuchten sie die
heiligen Gegenden um Glastonbury und bereisten Cornwall – die Gegenden, in denen
knapp vierhundert Jahre später derjenige, der jetzt als Joseph von Arimathia
inkarniert war, als Merlin leben und den jungen König Artus erziehen würde.
Joshuas Ruf als Lehrer der Weisheit wuchs in den folgenden Jahren stetig, und er
war berühmt vom Kaspischen Meer bis nach Alexandria in Nordägypten. Er war auch
weithin bekannt als Zimmermann von Nazareth, als Bootsbauer von Kapernaum, als
Schriftgelehrter von Damaskus, als Lehrer von Alexandria.
Er lehnte ein Angebot von Kaufleuten in Damaskus ab, dort die Leitung einer
Schule für religiöse und spirituelle Unterweisung zu übernehmen, doch nahm er,
wo sich die Gelegenheit ergab, Angebote für große Lehrreden an.
Im Buch Urantia (siehe Schrift 134) werden besonders die Lehrreden von
Urmia erwähnt, einer alten persischen Stadt an den westlichen Gestaden des
Urmia-Sees. Dort hielt Joshua im Jahre 24, im Alter von knapp einunddreißig
Jahren, innerhalb von zwei Wochen vierundzwanzig Vorlesungen über die
›Bruderschaft der Menschen‹.
Die Urmia-Lehrreden waren »die systematischsten und formellsten aller
Meister-Lehren auf Urantia. Niemals zuvor oder danach sprach er so viel über ein
Thema wie in diesen Lesungen und Erörterungen über die Bruderschaft der
Menschen. Tatsächlich handelten diese Vorträge vom ›Königreich Gottes‹ und vom
›Königreich der Menschen‹.«
Diese höchst bedeutsamen Lehrreden über die Zusammenhänge von göttlicher,
menschlicher und politischer Souveränität, von Gesetz, Freiheit und Frieden
finden sich in eigener Übersetzung im Anhang des vorliegenden Buches. [...]
Die zweite Ankunft von Christ Michael
[...] Die Vorbereitungen für die Zweite
Ankunft laufen seit einem halben Jahrhundert. Bereits das Buch Urantia –
ein Werk, das von den höchsten Ebenen des Himmels autorisiert wurde und unter
der Schirmherrschaft Monjoronsons entstand – wirkte in gewisser Weise als
Wegbereiter für das Zweite Kommen, denn es vermittelt allen Wahrheitssuchern ein
Wissen, das zu tiefen Einsichten führt und das Ereignis des Ersten Kommens weit
über unseren bisherigen Kenntnisstand hinaus beleuchtet, besonders im Hinblick
auf die spezielle Beziehung, die der Ewige Vater wie auch sein großer Sohn, der
Oberste Regent unseres Universums von Nebadon, zu unserem kleinen blauen
Planeten entwickelt haben.
Seit dem Frühjahr des Jahres 2005 gab Christ Michael durch Candace Frieze eine
Anzahl von Botschaften heraus, in denen er die irdischen Lichtarbeiter über den
Stand der Vorbereitungen für die Zweite Ankunft ins Bild setzte. Durch Candace
sprachen auch Sananda Immanuel, St. Germain, Erzengel Raphael, Mutter Shekhmet,
der plejadische Geologe Antoniose Soltec, Buddha, der Planetarische Logos sowie
Mohammed, der Begründer des Islam. Bis Anfang 2007 wurden auf diese Weise über
sechzig Botschaften in unsere Welt gebracht.
Das Zweite Kommen steht, im Unterschied zur Ersten Ankunft, nicht mehr im
Zeichen einer Bewährungsprobe für Christ Michael, ist aber wohl als
Schenkungsmission für die gesamte Menschheit zu verstehen. Die Anwesenheit des
Vaters aller menschlichen Seelen segnet nämlich in einzigartiger Weise den
größten Transformationsprozess, den Erde und Menschheit je erlebt haben.
Dieses Mal wird es kein Kreuz für Christ Michael geben. Dieses Mal wirkt er als
Oberster Leiter der Mission des Übergangs der Menschheit in eine höhere
Daseinsform, des Übergangs auf die Ebene der Fünften Dimension, des Übergangs in
volles Bewusstsein, des Übergangs in den Status eines Vollmitglieds der
Galaktischen Föderation des Lichts.
Christ Michael hat persönlich die Aufgabe übernommen, die Menschheit in ein
leuchtendes Zeitalter zu führen. Ihm zur Seite wird ein weiterer hoher
Gottessohn stehen, der bereits vor 800 Jahren von der Paradiesinsel zur Erde
gekommen ist: der Gebieter-Sohn Monjoronson aus dem Orden der Avonals.
Sein Wirken auf Erden ist seit Anfang des Jahres 2004 bekannt. Monjoronson und
Mitarbeiter seines umfangreichen Stabes haben bereits mit einer Reihe von
Telepathen Kontakt aufgenommen, und im Laufe der kommenden Zeit wird das
telepathische Kommunikationsnetz ständig weiter ausgebaut. Monjoronson ist
gegenwärtig dabei, einen Prozess der Materialisierung und der Anpassung an die
Schwingung der Erde zu durchlaufen. Er wird im Laufe der kommenden Jahre mehr
und mehr in Erscheinung treten, sein Amt als Göttlicher Richter wahrnehmen und
als spiritueller Lehrer wirken. [...]

Über die Mission vor zweitausend Jahren
Sananda Immanuel
durch Candace Frieze am 7. April 2005
[...] Der Name unseres Universums ist
Nebadon. Es gibt viele Universen. Jedes Universum hat als Oberhaupt einen
Schöpfersohn Gottes. Diese Söhne werden alle MICHAEL [Macha El = Höchster
Herr; MG] genannt. Nebadons Michael trägt den Beinamen CHRIST – das ist
seine persönliche Identifizierung. Davon leiten sich solche Begriffe wie ›Christus-Bewusstsein‹,
›gechristetes Wesen‹ und andere ab. Als ich vor zweitausend Jahren hier eintraf,
begleitete mich CHRIST MICHAEL in dieser Inkarnation. Als solche bildeten wir
eine ›Doppel-Inkarnation‹. Das heißt, CHRIST MICHAEL stattete mit mir diesem
leidvollen Planeten einen persönlichen Besuch ab. Ich willigte lange vor dem
Ereignis selbst ein, diese Mission mit dem CHRIST zu unternehmen.
CHRIST MICHAEL unterhält ein persönliches Interesse an dieser Welt, und deshalb
war Er es, Der die Anordnung erteilte. Ihr habt eine Redensart auf Erden: »Nur
der Vater weiß, wann der Sohn zurückkehren wird.« CHRIST MICHAEL ist der
Universelle Vater, und Er ist der Eine, der letztlich verantwortlich ist für die
Bestimmung des Zeitpunkts für das Zweite Kommen – nicht allein meiner Rückkehr,
sondern all jener von euch, die an diesem Projekt teilhaben, seien es
erleuchtete Erdenseelen, meine ursprünglichen 144.000 gechristeten Wesen, die
Aufgestiegenen Meister der Erde oder Sternenleute verschiedenster Art, die in
den Jahren seit meinem Ersten Kommen auf diesem Planeten inkarnierten.
Viele von euch haben gelernt zu glauben, dass das Zweite Kommen darin bestehen
würde, dass die 144.000 Gechristeten erwachen. Nun, inzwischen gibt es Millionen
gechristete Wesen oder solche mit Christus-Bewusstsein auf dem Planeten, mit
unterschiedlichen Graden des Erwachens. Vielleicht sagt ihr, mein persönliches
Zweites Kommen gibt den Anstoß. Jedenfalls halte ich den Kontakt zu CHRIST
MICHAEL aufrecht, und ich trage seinen persönlichen Segen in dieses Geschehen.
Er wird durch mich in kommender Zeit sehr aktiv bleiben, was die Begebenheiten
auf Erden angeht.
Allein in diesem Universum gibt es etwas weniger als dreieinhalb Millionen
bewohnte Planeten, und wenn es nach einem langen Weg zur Vollkommenheit gelangt,
werden es rund zehn Millionen sein. Nebadon ist noch ein junges Universum. Die
Milchstraßen-Galaxie ist ein Superuniversum, und es birgt hunderttausend
Universen in sich. Die Gesamtzahl von möglicherweise bewohnten Planeten in
dieser ausgedehnten Galaxis liegt bei rund einer Trillion! Es gibt sieben
Superuniversen, und alle haben annähernd die gleiche Größe. Dies soll euch eine
Ahnung davon geben, wie gewaltig alle Schöpfung ist, jenseits der
Vorstellungskraft. Es hört hier nicht auf, in den äußeren Bereichen des Raums
bilden sich noch mehr Universen! Die Schöpfung schreitet in die Unendlichkeit
fort! [...]
